Forex Broker: Grundbaustein für den Erfolg mit Devisen

September 8th, 2017 by geldanlage_de in Aktien, Allgemein, Börse, Depot, Forex, Geldanlage

Aktien, Anleihen, Rohstoffe – viele Anleger kennen diese drei Assets, die über Börsen gehandelt werden und der Geldanlage privater Investoren dienen. Profitiert wird hier durch die Kursänderungen – und im Fall der Unternehmensaktien von Dividenden. Devisen, einfach als Forex bezeichnet, sind gerade für den Kleinanleger immer noch exotische Handelsinstrumente. Der Begriff leitet sich von Foreign Exchange Market ab, was sich mit Währungsmarkt ins Deutsche übersetzen lässt.

Im Gegensatz zu „klassischen“ Anlageinstrumenten für Klein- und Privatanleger stehen Interessenten beim FX-Handel einigen Besonderheiten gegenüber. Dazu gehört beispielsweise die Tatsache, dass immer Währungspaare gehandelt werden. Es geht im Devisenhandel also darum, die Kursdifferenz korrekt einzuschätzen. Wie für andere Assets wird der Handel über Broker abgewickelt. Im Vergleich zum normalen Depot gelten für FX-Broker allerdings einige spezielle Aspekte.

Devisenhandel ohne eigene Börse

Wertpapiere wie Aktien werden über zentrale Handelsplätze gekauft und verkauft. Diese Handelsplätze sind die altbekannten Börsen (genauer Wertpapierbörsen). Beim Handel mit Devisen wird auf diese Zentralisierung verzichtet. Das Fehlen einer reinen Devisenbörse führt automatisch zu einigen Besonderheiten. Gehandelt werden Währungen direkt zwischen einzelnen Marktteilnehmer, die Abwicklung läuft über Händlernetze. Banken und Broker koppeln sich daher von den Öffnungszeiten der Börsen ab, weshalb der außerbörsliche FX-Handel werktags rund um die Uhr abgewickelt werden kann.

Gehandelt werden im Übrigen nicht einzelne Währungen – sondern immer Währungspaare, wie Euro und US-Dollar. Die Notation erfolgt in der Regel nach dem Muster: EUR/USD. Hier wäre der Euro die Basis- und der Dollar die Kurswährung. Währungen wie:

• Schweizer Franken
• Pfund
• US-Dollar
• Euro und
• Yen
sind Hauptwährungen (Majors).

Forexhandel: Die Aufgabe der FX-Broker

Die Aufgabe des Forex Brokers besteht letztlich darin, Tradern einen Zugang zum Devisenmarkt zu ermöglichen. Hierzu nutzen die Broker meist eigene Plattformen oder setzen auf modular aufgebaute Softwarelösungen. Trader melden sich an und handeln angebotene Währungspaare. Der Broker kümmert sich darum, dass die Plattform stabil läuft und unter den Zugriffen der einzelnen Trader nicht zusammenbricht. Parallel übernimmt der FX Broker die Kursversorgung seiner Plattform und ist für Anleger der direkte Ansprechpartner bei Fragen rund um die Kontoverwaltung und Handelsgeschäfte.

Die Finanzierung erfolgt durch den Spread – also die Differenz zwischen Geld- und Briefkurs. Bedeutet in der Praxis, dass Kauf- und Verkaufskurs für ein Währungspaar – selbst wenn diese gleichzeitig gehandelt werden – nicht identisch ist. Diese Differenz ist der Erlös für den Forex Broker.

Forex-Broker: Worauf kommt es an?

Bleibt die Frage, unter welchen Gesichtspunkten sich Trader für oder gegen einen FX Broker entscheiden. Identisch ist für den Forexhandel in aller Regel die Notation der Währungen auf vier Nachkommastellen. Und auch die Tatsache, dass die kleinste handelbare Einheit ein Pip ist, gehört zu den Gemeinsamkeiten der Broker. Unterschiede lassen sich aber bei den Spreads erkennen. Laut brokervergleich.net handelt es sich hier um den ersten Punkt, bei dem Trader genau hinschauen müssen. Ein zweiter Aspekt betrifft die angebotenen Währungspaare. Die Forex Broker lassen in diesem Zusammenhang deutliche Unterschiede erkennen – weniger bei den Majors, dafür aber beim Handel exotischer Währungen.

Anleger, die den Devisenhandel professioneller betreiben wollen, haben spezielle Ansprüche an die Plattformen. Einfache Webtools sind bei vielen FX Brokern zu finden. Kostenfreie Profi-Werkzeuge mit entsprechender Funktionalität gibt es nicht überall. Gerade der Umfang verfügbarer Analysewerkzeuge muss stimmen, da die Charttechnik sehr schnell zu einem wichtigen Werkzeug wird, um Anlageentscheidungen im Devisenhandel zu treffen.

Zu den sehr wichtigen Punkten gehört das Thema Nachschusspflicht. Im Forexhandel wird von Tradern gern auf Hebel gesetzt. Bedeutet: bei einem Hebel von 1:10 werden mit 1.000 Euro Assets im Wert von 10.000 Euro bewegt. Dem hohen Gewinn durch den Hebel steht das Verlustrisiko gegenüber, wenn eine Position in die Verlustzone rutscht und das Guthaben nicht ausreicht.

Fazit: Ohne Forex Broker kein Devisenhandel

Mit der Kursdifferenz einzelner Handelspaare können spekulativ eingestellte Anleger Geld verdienen. Um in den Devisenhandel einzusteigen, müssen allerdings einige Voraussetzungen erfüllt sein. Erstens sollte klar sein, dass Verluste nicht ausgeschlossen sind. Zweitens geht es darum, den richtigen Forex Broker zu finden. Dieser stellt die Handelsplattform für den Devisenhandel zur Verfügung und kümmert sich um deren Pflege. Der FX Broker ist letztlich die Schnittstelle zwischen Anleger und Devisenmarkt. Aber: Die Broker arbeiten nicht kostenlos. Wer einen Account für den FX Handel eröffnen will, muss auf den Spread achten. Und hat vor der Registrierung zu klären, wie es mit dem Angebot bei den Währungen und dem Thema Nachschusspflicht aussieht.

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