Börse Stuttgart
Die Börse Stuttgart bietet einerseits den Handelt mit den "üblichen" Aktien und Anleiten, andereseits hat sie sich besonders auf die Handel mit Finanzinnovationen, also den sog. Derivaten wie Optionsscheinen und Zertifikaten spezialisiert.
Im Januar 2006 betrug der durchschnittliche Orderanteil am Börsenplatz Stuttgart etwa 35 Prozent des gesamten deutschen Parketthandels. An der Börse Stuttgarten werden ca. 80.000 Wertpapiere gehandelt und es gibt rund 110 zugelassene Marktteilnehmer.
Der Tagesumsatz lag im Januar 2006 bei ca. 500 Mio. Euro (Quelle: Börse Stuttgart).
Da sich die Börse Stuttgart in starker Konkurrenz zur Frankfurter Wertpapierbörse und deren Handelssystem XETRA befindet, hat sie verschiedene sog. Handelsinitiativen entwickelt:
Zu nennen sind beispielsweise:
DAX®-Werten ohne Spread
An der Börse Stuttgart für die im Deutschen Aktienindex DAX vertretenen 30 Werte sog. "spreadloser" Handel angeboten. Dies bedeutet, dass hier auf die Kursspreizung zwischen Angebots- und Nachfragekurse verzichtet wird. Normalerweise kauft ein Investor Aktien zur höheren Briefseite (Angebot im Markt) und kann sie nur zur niedrigeren Geldseite (Nachfrage des Marktes) wieder abgeben.
Je höher der Spread, desto mehr muss also der Kurs eines Wertpapieres steigen, damit sich für den Investor der Verkauf lohnt. Daher wünscht man sich als Investor natürlich einen möglichst niedrigen Spread!
Diese Kursspanne wurde am Börsenplatz Stuttgart abgeschafft:
Während der Haupthandelszeit von 09.00 Uhr bis 17.30 Uhr kann ein Investor DAX-Werte dort zum Mittelkurs der im elektronischen Handelssystem XETRA veröffentlichten An- und Verkaufspreise handeln. Für Privatanleger ist dies eine sehr gute Regelung.
Derzeit gibt es eine Obergrenze von 20.000,-- Euro Kurswert pro Preisfeststellung, also pro Transaktion.
EUWAX AG
Unter der Bezeichnung EUWAX (European Warrant Exchange) werden an dei Stuttgarter Börse verbriefte Derivate (z.B. Optionsscheine und Zertifikate) gehandelt. Von den insgesamt ca. 80.000 notierten Papieren entfallen rund 70.000 Wertpapiere auf dieses Marktsegment. Angeboten werden verschiedene Orderzusätze wie Fill or Kill oder Stop-Loss-Limits.
Hinweis:
Die Indexbezeichnungen sind meist eingetragene Warenzeichen und werden anerkannt
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