Formen der Geldanlage im Vergleich
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Geldanlage - Welche ist die richtige für mich ?

Moderne Geldanlage - Zwischen Aktien, Fonds, Tagesgeld und Festgeld In Zeiten niedriger Zinsen und maroder Staatshaushalte kommt der eigenverantwortlichen Verwaltung und Mehrung des persönlichen Kapitals eine zunehmend wichtigere Bedeutung zu. Um dieser Aufgabe in angemessener Weise gerecht werden zu können müssen Privatanleger nicht notwendigerweise über ein fundiertes Wissen im Bereich der Finanzen und Geldanlage verfügen. Wer sich ein paar einfache Regeln zu Herzen nimmt und vergleichsweise rational an die Sache herangeht wird mit Sicherheit eine auf lange Sicht höhere Rendite als am Geldmarkt erwirtschaften können.

Die wichtigste Regel wird durch die folgende alte Börsenweisheit beschrieben: Lege niemals alle Eier in einen Korb! Hinter dieser Aussage steckt das Fundament der modernen Portfoliotheorie, nämlich der Diversifikationseffekt. Dieser bewirkt, dass das erwartete Risiko eines Portfolios gesenkt werden kann ohne dabei die erwartete Rendite gleichzeitig senken zu müssen. Dieses Phänomen hängt damit zusammen, dass sich verschiedene Vermögensklassen mehr oder weniger unabhängig voneinander entwickeln. Eine besonders schlechte Performance einer Vermögensklasse wird somit zumindest teilweise durch die gute Performance einer anderen Vermögensklasse ausgeglichen. Zu den typischen Geldanlagen, die in einem gut diversifizierten Portfolio vertreten sein sollten, zählen bspw. Aktien, Fonds, Anleihen, Rohstoffe sowie Tages- und Festgeld, wobei die Gewichtung unter Berücksichtigung des persönlichen Risikoprofils des Anlegers erfolgen sollte.

Zu den konservativsten Geldanlagen zählen Tages- und Festgelder. Beiden gemeinsam ist die Absicherung durch den staatlichen Einlagensicherungsfonds bis zu einer Höhe von 50.000 Euro (ab Oktober 2010 bis maximal 100.000 Euro) je Konto. Kann das Geldinstitut aus welchem Grund auch immer die die Einlagen seiner Kunden nicht mehr auszahlen springt der staatliche Einlagensicherungsfonds ein, sofern das jeweilige Institut diesem angeschlossen ist. Neben dem staatlichen sind die meisten Geldinstitute in Deutschland darüber hinaus auch an mindestens einem privaten Einlagensicherungsfonds angeschlossen, so dass die Haftungsgrenze höher als 1 Milliarde Euro liegen kann.
Abgesehen vom Aspekt der Sicherheit weist Tagesgeld noch im Gegensatz zum Festgeld den Vorteil der ständigen Verfügbarkeit der Einlagen in voller Höhe auf. Zudem sind Anlagen in den meisten Fällen bereits ab einem Euro möglich, wohingegen die meisten Anbieter von Festgeld einen Mindestbetrag von 5.000 Euro oder gar 10.000 Euro veranschlagen. Im Gegenzug sind die Zinsen für Festgeld über die Laufzeit in ihrer Höhe fix, was die Planungssicherheit deutlich erhöht. Die Zinsen für Tagesgeld können hingegen täglich vom jeweiligen Geldinstitut ohne vorherige Ankündigung verändert werden.

Staatsanleihen der EU-Mitgliedsstaaten stellen eine weitere vergleichsweise konservative Geldanlage dar, die in keinem ausgewogenen Portfolio fehlen sollte. Unternehmensanleihen von soliden Firmen weisen meist einen leicht höheren Risikograd als Staatsanleihen auf, weswegen die Verzinsung (Kupon) entsprechend höher ausfällt. Anleger, welche Anleihen bis zum Ende der Laufzeit halten bekommen am Ende der Laufzeit den Nominalwert von 100 % zurückgezahlt.

Fonds stellen eine weitere wichtige Vermögensklasse für Geldanlagen dar, die nicht nur für verhältnismäßig unerfahrene Anleger geeignet ist, sondern auch für erfahrene Anleger, die entweder ein vergleichsweise kleines Portfolio entsprechend diversifizieren möchten oder die bspw. in für sie intransparente aber womöglich vielversprechende Regionen oder Länder wie etwa die BRIC-Staaten (Brasilien, Russland, Indien und China) investieren möchten. Jeder Fonds wird von einem professionellen Team gemanagt, welches das Fondsvermögen in vorher definierte Assets wie bspw. Aktien einer bestimmten Branche oder Region, Immobilien oder Anleihen investiert. Im Gegenzug behält die Fondsgesellschaft verschiedene Gebühren ein, um das Team und die Verwaltung der Assets zu finanzieren. Aus diesem Grund schaffen es fast 70 % der Fondsmanager nicht ihre Benchmark zu schlagen.

Wer lieber direkt in einzelne Unternehmen investieren möchte, kann dies ganz einfach über die Börsenplätze in Deutschland und – je nach Broker – im Ausland tun. Allerdings setzt eine nachhaltige erfolgreiche Geldanlage mit Aktien eine gewisse Kenntnis vom Finanzmarkt und der Analyse von Unternehmen voraus. Diese Kenntnisse lassen sich jedoch vergleichsweise einfach mit einschlägiger Fachliteratur und durch Nutzung bzw. Teilnahme an webbasierten Diskussionsforen aneignen.

Als Beimischung (maximal 5 % bis 10 %) haben sich Rohstoffe als ideale Formen der Geldanlage bzw. Vermögenswerte etabliert, da ihre Preise zumindest in der Vergangenheit so gut wie gar nicht mit dem Kapitalmarkt korreliert sind. Als physische Investments eignen sich hierbei jedoch nur Silber und Gold. Wer zusätzliche in andere Rohstoffe investieren möchte kann dies bspw. durch den Kauf von ETFs. Hierbei handelt es sich um börsennotierte Fonds, die ihr Fondsvermögen bspw. ausschließlich in physische Rohstoffe anlegen.



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