Geldanlagen
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Investmentfonds - Arten von
Fonds: Rentenfonds
Ein Rentenfonds ist ein Investmentfonds, der das
Kapital der Anlager ausschließlich in festverzinsliche Anleihen
(auch Schuldverschreibungen, Pfandbriefe, Kommunalobligationen,
Bundesschatzbriefe oder Bonds genannt) investiert.
Ebenso wie bei den Aktienfonds gibt es auch hier
verschiedene Spezialisierungen, z.B. auf Fremdwährungsanleihen
(US-$ oder auch Südafrikanische Rand) oder auf Anleihen der
öffentlichen Hand (z.B. Amerikanisches oder Deutsche Bundesanleihen).
Weiterhin lassen sich Fonds nach der Restlaufzeit der investierten
Anleihen unterscheiden (z.B. Anleihen, die bald endfällig werden
oder sog. Langläufer, die erst in 10 Jahren fällig werden).
In Deutschland wurden Rentenfonds zu ersten Mal
im Jahr 1966 ausgegeben. Seither erfreuen sie sich großer
Beliebtheit bei Privatanlegern und institutionellen Anlegern (z.B.
Lebensversicherungen).
Der Vorteil von Rentenfonds liegt in der relativen
hohen Sicherheit, da die meisten Fonds nur Anleihen von Emitenten
mit höchster Bonitätsstufe (AAA) kaufen. Bei diesen Anleihen
ist das Risiko, dass Zinszahlungen oder gar die Rückzahlung
der Anleihe nicht vertragsgemäßlich erfolgen bei unter
0,1 Prozent.
Der Nachteil ist, dass die Rendite von Rentenfonds
meist niedriger als bei Aktienfonds
ist, da - gerade in den letzten Jahren - das Zinsniveau auf dem
Kapitalmarkt sehr niedrig geworden ist. So erhalten Rentenfonds,
die einen Anleihe mit einer Restlaufzeit von 10 Jahren kaufen, als
10 Jahre lang auf ihr Kapital verzichten müssen, derzeit lediglich
einen Verzinsung von ca. 3,3 Prozent pro Jahr.
Eine aktuelle Übersicht des Zinsniveau finden Sie hier
bei der Deutschen Bundesbank. Von diesen Erträgen wird
noch die Managementvergütung der Fondgesellschaft abzogen und
der Rest an die Anleger ausgeschüttet.
Risiko von Kursverlusten
Weiterhin ist auch bei Rentenfonds zu bedenken,
dass bei einer (schnellen) Erhöhung des Zinsniveaus eine Verlust
in der Form sinkender Anteilswerte zu erwarten ist. Warum ist das
so?
"Wie bei Rentenfonds
Kursverluste entstehen können"
Bei einem Anstieg des Zinsniveaus von 3,3 Prozent pro Jahr auf 4,3
Prozent pro Jahr sinken die Kurse der an der Börse gehandelten
Anleihen (mit einem Nominalzinssatz von 3,3 Prozent pro Jahr), da
diese eben nun nicht mehr "marktgerecht" sind.
Warum sollte sich denn ein Anleger mit einer 3,3 prozentigen Anleihe
zufrieden geben, wenn jetzt auch 4,3 prozentige Anleihen angeboten
werden? Daher muss der Preis der 3,3 prozentigen Anleihe so weit
sinken, dass ein Anleger, der diese Anleihe kauft, über die
gesamte Laufzeit hinweg die gleiche Rendite erhält wie ein
Käufer der 4,3 prozentigen Anleihe.
Die Rendite der Käufers setzt sich nämlich aus der Verzinsung
(hier 3,3 Prozent) und der sog. Rückzahlungsgewinn (Anleihen
werden meisten zu 100 zurückgezahlt) zusammen. Wenn der Anleger
nun die 3,3 prozentige Anleihe zu einem Preis von 90 kauft und zu
100 zurückgezahlt bekommt, macht er über 10 Jahre hinweg
einen Rückzahlungsgewinn von 10. Dies entspricht einen Gewinn
von 1 pro Jahr. Somit erhält der Anleger 3,3 (Euro) Zinsen
und eine (anteiligen) Rückzahlungsgewinn von 1 (Euro), was
insgesamt auch 4,3 (Euro) ausmacht.
Nun stehen sich beide Anleger gleich gut :-)
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