Kredite
|
Zinsen für einen Privatkredit
Bei der( laufenden) Rückzahlung eines Kredits
wird für gewöhnlich mehr Geld verlangt, als ursprünglich
als Guthaben ausgegeben wurde. Diese Zinsen werden im Regelfall
als Jahreszins und in Prozent per annum ("% p.a.")
angegeben. Die Veranlassung, eine Finanzierung endfällig aufzunehmen
beruht in der Regel auf dem sogenannten "Leverage-Effekt".
Dabei wird - zumindest in der Erwartungshaltung - eine höhere
Eigenkapital- als Fremdkapitalverzinsung erzielt. Zum (unter steuerlichen
Aspekten durchzuführenden) Vergleich kommt jedoch nicht selten
der Aspekt des Rendite- (eventuell auch Kapital-) Risikos des Tilgungsträgers
hinzu.
Es gibt aber auch zinsfreie Darlehen
- vor allem für Betriebsgründungen und öffentlich
geförderte Bauvorhaben. Im Rahmen verschiedener Förderprogramme
der Europäischen Gemeinschaft, des Bundes, der Länder
oder Komunen können auch Zinszuschüsse oder Zinsverbilligungen
in Anspruch genommen werden.
Der Zinssatz richtet sich vor allem
- nach der Laufzeit des Kredits (einige Monate bis über 20
Jahre), wobei die tatsächliche Zinsbindungsfrist, die meist
kürzer als die Kreditlaufzeit ist, wesentlichen Einfluss
haben kann;
- nach der Bonität (Kreditwürdigkeit) des Kreditwerbers
und seinen Sicherstellungen,
- nach dem momentanen Eckzinssatz oder seiner Prognose in die
Zukunft. Dies wirkt sich bei der Refinanzierung der Kreditgeber
über den Geld- oder Kapitalmarktsatz aus.
In geringerem Maß wird der Zinssatz beeinflusst
von
- der allgemeinen Wirtschaftslage des betreffenden Staates
bzw. bei Fremdwährungskrediten jenes Staates, in dessen Währung
der Kredit aufgenommen wird, und manchmal
- von den geplanten Vorhaben, für die der Kredit verwendet
werden soll.
|