GELDANLAGE.DE - Optionsscheine: Hebelwirkung
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Hebelwirkung von Optionsscheinen

Durch den Einsatz von Optionsscheinen lassen sich grundsätzlich höhere Gewinne erzielen als durch den Kauf der dem Optionsschein zugrunde liegenden Basiswert (z.B. einer Aktie). Umgekehrt können natürlich auch die Verluste höher ausfallen.

Der Ursache liegt in der sog. Hebelwirkung von Optionsscheinen:

Definition der Hebelwirkung
Die Hebelwirkung (vielfach auch als "Leverage-Effekt" bezeichnet) bezeichet den Sachverhalt, dass sich der Preis des Optionsscheins wegen des dazu erforderlichen geringeren Kapitalaufwands zumeist prozentual stärker verändert als der Wert des zugrundeliegenden Basiswertes ("Underlying").
Anders gesagt: Im Vergleich zur direkten Anlage in den Basiswert kann man mit Optionsscheinen die gleiche Wirkung (z.B. einen Gewinn von 1.000,-- Euro) mit weniger Kapitaleinsatz erreichen.

Ähnlich wie bei einem Wagenheber, der es mit relativ geringer Kraftanstrengung ermöglicht, einen schweren Wagen anzuheben, kann ein Anleger mit Optionsscheinen also bei gleichem Kapitaleinsatz wie bei einer Direktanlege eine wesentlich höhere Wirkung erzielen.

Berechnung der Hebenwirkung
Die Hebelwirkung für einen Optionsschein wird mit folgender Formel berechnet:

Berechnung der Hebelwirkung

Beispiel für die Hebelwirkung
Ein Optionsschein berechtigt zum Bezug einer ThyssenKrupp Aktie zum Preis von 18,-- Euro.
Bei einem Kurs von 21,94 Euro für eine ThyssenKrupp Aktie (27. Januar 2006) und einem Bezugsverhältnis von 1:1 kostet der Optionsschein (Kennnummer CB2542) 3,59 Euro.

Die Hebekwirkung beträgt somit:

Daher: Je höher der Hebel, desto größer ist die Wirkung des Optionsscheins!

Lesen Sie auch: Bedeutung des Bezugsverhältnisses für den Preis des Optionsscheins.