Diese fünf Glückspielssaktien profitieren von der Krise

Denkt man an Glücksspiel und an Online Glücksspiel fallen einem neben dem Unterhaltungswert und der Möglichkeit echtes Geld zu gewinnen auch oft die unvermeidlichen Erkenntnisse ein, dass die Bank am Ende immer gewinnt.

Schaut man sich aber einmal die Glücksspielanbieter an den verschiedenen Börsen dieser Welt an, sieht das etwas anders aus, denn hier zählt nun der Erfolg der Unternehmen und wenn man sich sorgfältig informiert und Trends beobachtet, kann man auf diese Weise mal ganz anders Geld mit Glücksspiel machen. Und das Risiko ist dabei oft noch geringer als im Online Casino.

Viele Glücksspielunternehmen sind bereits börsennotiert

Auch wenn Investitionen in börsennotierte Glücksspielunternehmen vielleicht nicht ganz dieselbe Spannung bringt, wie das Zocken an den Slots und Tischspielen in der Spielbank oder im Online Casino, kann sich der Versuch durchaus finanziell lohnen.

Und sicher, im Online Casino gibt es schon mal kostenlose Freidrehs und die gibt es an der Börse natürlich nicht zu holen, aber dafür sind die Risiken bei Börseninvestitionen deutlich leichter kalkulierbar als im Casino selbst und auch nicht nur vom Glück abhängig.

Viele Online Casinos und Glücksspielanbieter sind bereits an der Börse notiert, sodass man Aktien erwerben und in den Erfolg der Unternehmen investieren kann. Zu den wohl bekanntesten und größten Anbietern gehören zum Beispiel die Gauselmann AG, die unter Online Casino Spielern wohl vor allem durch die Merkur Spielautomaten bekannt sein dürfte.

Aber mit Betsson ist auch eines der größten Glücksspielunternehmen an der Börse notiert. Auch einige Online Casino Anbieter selbst versuchen sich an der Börse. Zu diesen gehören unter anderem LeoVegas, 888 und CherryCasino, wobei hier mit Cherry die Mutterorganisation an der schwedischen Börse notiert ist.

Nicht vergessen werden dürfen auch die Entwickler der beliebten Videoslots und Tischspiele. Hier gibt vor allen Dingen NetEnt den Ton an, die bereits seit 2007 an der Börse vertreten sind.

Welche Glücksspielunternehmen lohnen sich für private Investoren?

Da mittlerweile so viele Online Casinos und Unternehmen aus dem Bereich Glücksspiel an den Börsen dieser Welt notiert sind, fällt die Frage, in welche Aktien sich die Investitionen lohnen nicht mehr ganz einfach.

Einige der wichtigeren Anbieter haben sich jedoch hervorgetan.

Bet-at-home

Das 1999 gegründete Unternehmen konzentriert sich neben Online Gaming vor allem auf Sportwetten und ist seit Dezember 2004 an der Frankfurter Wertpapierbörse gelistet. Gesellschaften des Unternehmens finden sich neben Deutschland und Österreich auch in Malta und Gibraltar, wo die Glücksspielgesetzgebund nochmal deutlich freundlicher ist als im deutschsprachigen Bereich.

Seit 2009 gehört Bet-at-home zur französischen Betclic Everest SAS Group, was den Aktien nochmal einen ordentlichen Schub verpasst hat. Nach einer Ersteinschätzung der Frankfurt Main Research AG, die das Kursziel für 75 Euro angesetzt hat, lagen die Aktien Mitte 2017 bei 150 Euro, bevor Sie bis Ende 2018 kontinuierlich verloren haben.

Seitdem konnten sich die Aktien allerdings wieder auf konstant 60 Euro steigern, womit das Kursziel von 75 Euro wieder in realistische Gefilde gerückt ist.

Lotto24

Die Internet Lotterien werden beim Thema Glücksspiel gerne vergessen, weil alle Welt immer nur an Online Casinos mit ihren Slots und Tischspielen denkt. Tatsächlich fällt das 2010 gegründete Unternehmen, bei denen Kunden Scheine für 6 aus 49, Spiel 77, Eurojackpot und zahlreiche weitere Lotterien erwerben können aber genau in diese Kategorie.

Seit Juni 2012 werden Aktien der Lotto 24 AG an der Frankfurter Börse gehandelt. Einer der großen Vorteile ist, dass Lotto24 nicht nur eine staatliche Erlaubnis für den Lottovertrieb im Internet hat, sondern auch im TV und Internet dafür werben darf.

Mit kleinen Einbrüchen liegen die Aktien der Lotto24 seit Jahren konstant im zweistelligen Eurobereich und da sich das Unternehmen weiter selbst als deutscher Marktführer bezeichnet, sollte sich dieser Trend auch bestätigen.

Betsson

Das schwedische Unternehmen, dass zu den größten Namen in der Online-Glücksspielbranche gehört wurde bereits 1963 gegründet und zählt heute mehr als 1800 Mitarbeiter. Betsson kann sich mit Glücksspiellizenzen in 12 Ländern auch nicht über einen Mangel an Legitimität beschweren.

Mit mehr als 668.000 aktiven Kunden und einem Jahresumsatz von 5.419 Millionen schwedischen Kronen (etwa 520 Millionen Euro) kann man Betsson getrost als Schwergewicht der Industrie bezeichnen. 2018 konnte Betsson eine Steigerung des Umsatzes im Vergleich zum Vorjahr von 56 Prozent verzeichnen.

NetEnt

Als Vertreter der Software-Anbieter ist das 1996 gegründete schwedische Entwicklerstudio NetEnt ebenfalls an der Börse in Stockholm zu finden. Dort ist der Konzern bereits seit 2007 notiert und kann sich mit einer Marktkapitalisierung von über 2 Milliarden Euro brüsten.

Mit beinahe 1.000 Mitarbeitern in aller Welt ist NetEnt ein solides Unternehmen mit einigen Problemen. Dazu gehört zum Beispiel die Umstrukturierung die gefühlt seit 2018 im Gange ist und einige Unruhen mit sich gebracht hat. Das hat wohl auch dazu geführt, dass das Wachstum in letzter Zeit deutlich abgeschwächt wurde.

888 Holding

Die Gruppe, die 1997 in Israel gegründet wurde und sich für einige der wichtigsten Online Casinos verantwortlich zeichnet, ist seit 2005 am Londoner Stock Exchange vertreten. Mit mehr als 25 Millionen registrierten Nutzern, gehört die Holding zu den weltweit größten Online-Glücksspielanbietern.

Und obwohl die Aktie derzeit den Eindruck macht, schon bessere Zeiten gesehen zu haben, halten Analysten den derzeitigen Preis für nicht angemessen. Stattdessen sehen sie die Aktie als stark unterbewertet an, was sie zum jetzigen Zeitpunkt zu einem guten Tipp macht.