3 Tipps um im Ausland sicher Geld anzulegen

Januar 13th, 2017 by rubenw in Allgemein, Festgeld, Geldanlage, Tagesgeld

beach-1835293_640Geld auf einem inländischen Konto bei Niedrigzinsen zu legen ist unattraktiv. Doch welche Optionen bieten sich an? Etwa auf einem gut verzinstes ausländisches Festgeldkonto? Welches Risiko besteht, ist das Ersparte im Ausland wirklich sicher? In Deutschland müssen Sparer ihr Geld zum Teil über Jahre hinweg anlegen, um eine einigermaßen attraktive Rendite zu erzielen. Derzeit sind die Zinsen sowohl auf Tagesgeld, als auch auf Festgeld auf einem Rekordtief angelangt.

Doch Sinn macht der Abschluss eines Festgeldkontos dennoch. Der Grund: Wenn der Sparer ein Festgeldkonto eröffnet, bleibt der Zinssatz während des gesamten Anlagezeitraum unverändert. Jetzt mag man sich fragen, was das für einen Vorteil in einer Niedrigzinsphase bietet?! Die Antwort ist recht simpel: Es schützt den Anleger vor noch weiter fallenden Zinsen.

Doch ein feststehender Zins garantiert noch keine hohe Rendite. Im Ausland hingegen, sind die Renditen tendenziell etwas höher Die Stiftung Warentest hat vor kurzem darauf hingewiesen, dass ein Festgeldzinssatz von 1,5 Prozent für eine Laufzeit von drei Jahren außerhalb von Deutschland durchaus möglich ist. Allerdings sollte niemand leichtsinnig Geld im Ausland anlegen.

3 Tipps um im Ausland sicher Geld anlegen

Wer bei ausländischen Festgeldkonten hohe Zinsen erzielen möchte, egal ob bei einem Tagesgeld oder Festgeld, sollte sich vor dem Kontoabschluss, über die nächsten drei Punkte Gedanken machen.

1. Das Risiko eines Wechselkurses einkalkulieren

Sparer die ihr Geld in einer Fremdwährung anlegen, riskieren geringere Gewinne, wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro an Wert verliert. Auch kann der Zinsgewinn durch Transaktionsgebühren, die für Währungsumrechnungen von den Banken verlangt werden kann, ihr Gewinn verringern. Auf der anderen Seite bestehen natürlich auch Gewinnchance. Und zwar dann, wenn der Euro gegenüber der angelegten Währung zulegt.

Gängige Fremdwährungskonten sind: Schweizer Franken, Norwegische Krone, Schwedische Krone, US-Dollar, Südafrikanischer Rand oder Britisches Pfund. Natürlich macht eine Anlage in einer anderen Währung – vom Wechselkursrisiko abgesehen – trotzdem nicht immer Sinn. In erster Linie sollte der Leitzins im Ausland höher sein, als der, der EZB.

2. Auf Bonität und Einlagensicherung des Staates achten

Wer innerhalb des Euro-Raums Geld anlegt, muss natürlich keine Wechselkurse berücksichtigen. Anlagen in Bulgarien, Italien oder Portugal werden auch hierzulande immer attraktiver. Das hat auch einen guten Grund: Die europäische Einlagensicherung.

Die europäische Einlagensicherung gilt innerhalb des Euroraums. Im Falle einer Bankinsolvenz sind durch die Einlagensicherung mindestens 100.000 Euro pro Anleger und Bank geschützt. Wenn die Einlagensicherung nicht ausreichen sollte, müsste das entsprechende Land den Anleger ihr Erspartes zurückerstatten. Es ist jedoch nur möglich, wenn die Wirtschaftskraft des Landes ausreicht, in dem sich das Konto befindet. Die drei größten Ratingagenturen Standort & Poor’s, Fitch und Moody’s geben darüber regelmäßig Auskunft.

3. Bonitätsnote der Bank

Die Bonitätsnote der Bank sollte für Sparer auch ein wichtiger Indiz sein. Durch einen einfache Google-Suche, die sich mit der Bank kritisch auseinandersetzen, oder Testberichte und hilfreiche Kundenbewertungen können helfen.

Doch auch hier gilt: Sofern die Bank innerhalb des Euro-Raums ihren Sitz hat, greift im Ernstfall auch jeden Fall die europäische Einlagensicherung. Bis zu einer Anlage von 100.000 Euro, müssen sich Sparer innerhalb der Euro-Zone daher keine allzu großen Gedanken machen.

Festgeld- und Tagesgeldvergleich ist unerlässlich

Es ist unerlässlich Angebote zu vergleichen, ob international oder im Inland. Es ist wirklich sehr zu empfehlen, vor dem Abschluss eines Festgeldkontos (oder auch Tagesgeld) mehrere Angebote miteinander zu vergleichen. Das gilt immer und überall, egal im welchem Land das Konto eröffnet wird. Meistens wird man durch einen guten Überblick vor Fehlentscheidungen bewahrt. Besonders gilt auch die Wahl der Laufzeit zu beachten.

Bei einem Festgeldkonto gilt: Erst am Ende der Anlagedauer kann in der Regel wieder auf das Geld zugegriffen werden. Deshalb sollten sich Anleger gut überlegen, wie lange und wie viel Geld sie anlegen können.

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