Baufinanzierung: Darauf sollten Verbraucher aktuell achten

Januar 17th, 2016 by geldanlage_de in Allgemein, Geldanlage, Immobilien

Auch gegen Ende des Jahres hält der Boom im Bereich der Immobilienfinanzierung nach wie vor ungebrochen an. Immer mehr Verbraucher entscheiden sich aufgrund der niedrigen Hypothekenzinsen dazu, ein Haus oder eine Eigentumswohnung zu erwerben. Leichtfertig sollte man allerdings dennoch nicht mit der Baufinanzierung umgehen, denn es gibt durchaus einige Tücken zu beachten, um eine optimale Immobilienfinanzierung durchführen zu können.

Möglichst hohe anfängliche Tilgung wählen

Ein Punkt, auf den zahlreiche Verbraucher im Zuge einer Immobilienfinanzierung bisher noch nicht achten, ist die Wahl der optimalen anfänglichen Tilgung. Meistens geht es stattdessen ausschließlich darum, das Angebot mit den günstigsten Bauzinsen zu finden. Dies ist natürlich im Zuge eines Vergleichs sehr wichtig, aber dennoch sollten andere Punkte nicht außer Acht gelassen werden. Standardmäßig bewegt sich die anfängliche Tilgung bei herkömmlichen Immobilienkrediten, insbesondere noch aus Zeiten höherer Zinsen, meistens lediglich bei ein bis zwei Prozent.

Für die aktuelle Zinsperson ist dies allerdings nach Ansicht der weitaus meisten Experten deutlich zu niedrig. Wer nämlich einen geringen Tilgungssatz wählt, der hat entweder eine sehr lange Laufzeit oder muss im Zuge der späteren Anschlussfinanzierung mit einem deutlich höheren Zinssatz rechnen. Daher ist es empfehlenswert, einen Tilgungssatz von drei bis fünf Prozent zu wählen. Dieser senkt das spätere Zinsänderungsrisiko deutlich, denn zum Zeitpunkt des Ablaufs der aktuellen Zinsfestschreibungsdauer ist dann schon ein sehr großer Teil des Darlehens zurückgezahlt.

Eigenkapital in die Finanzierung einbringen

Es sind durchaus nicht wenige Verbraucher, die zwar größere Summen an Eigenkapital haben, die dieses jedoch bewusst nicht in die Baufinanzierung mit einbringen. So befindet sich das Geld beispielsweise auf Festgeldkonten oder ist in Aktien investiert, die der Inhaber zum aktuellen Zeitpunkt nicht verkaufen möchte. Grundsätzlich ist es allerdings ein Fehler, größere Summen an Eigenkapital nicht in die Baufinanzierung einzubinden. Der Grund ist schlichtweg der, dass Banken bei vorhandenem Eigenkapital von durchschnittlich 20 bis 30 Prozent meistens dazu bereit sind, einen deutlich geringeren Zinssatz zu veranschlagen, als wenn kein oder nur sehr wenig Eigenkapital vorhanden ist. Darüber hinaus trägt Eigenkapital natürlich dazu bei, dass der Fremdfinanzierungsbedarf geringer ist, sodass die monatliche Kreditrate moderater ausfallen kann. Wer also Eigenkapital hat, sollte dies in gewissem Umfang möglichst auch in die Immobilienfinanzierung einbringen.

Nicht von besonders niedrigen Zinsen bei variablen Darlehen locken lassen

Banken sind aktuell natürlich daran interessiert, dass ihre Kunden insbesondere variable Darlehen in Anspruch nehmen. Diese Baukredite haben einen variablen Zinssatz, der von der Bank jederzeit angepasst werden kann. Da die Zinsen sich allerdings aktuell auf einem extrem niedrigen Niveau bewegen, ist für die Zukunft nicht davon auszugehen, dass sie noch weiter fallen werden. Ganz im Gegenteil sehen Fachleute jetzt schon Tendenz am Markt, dass es in den kommenden Jahren zu teilweise deutlicheren Zinsanhebungen kommen könnte. Wer sich dann für einen variablen Zinssatz entschieden hat, der muss sämtliche Zinssteigerungen mitmachen. Daher sollte man sich aktuell auf jeden Fall für einen Immobilienkredit mit einer Zinsfestschreibung von möglichst mindestens zehn Jahren entscheiden, auch wenn der zu zahlende Zinssatz dann natürlich etwas höher ist, als wenn man sich zu einem variabel verzinslichen Darlehen entschließt.

Fazit: Darauf sollten Sie aktuell achten

Es sind neben dem möglichst günstigsten Zinssatz noch einige weitere Punkte, auf die Verbraucher derzeit achten sollten, bevor Sie eine Immobilienfinanzierung in Angriff nehmen. In der Übersicht sind es insbesondere die folgenden Faktoren, die ebenfalls eine wichtige Rolle spielen können:

• anfängliche Tilgung zwischen drei und fünf Prozent wählen
• möglichst viel Eigenkapital einbringen
• nur Darlehen mit Zinsfestschreibung wählen
• auf kostenlose Sondertilgungsoptionen achten

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