Der Einstieg in die Anlegerwelt

Februar 20th, 2017 by geldanlage_de in Aktien, Allgemein, Börse, Depot, Geldanlage

Das Sparbuch ist nichts mehr wert, das Tagesgeldkonto lohnt sich nicht mehr und das Geld, was einmal auf dem Konto liegt ist praktisch schon tot. Wenn sich nichts mehr tut und die Kapitalerhöhung stoppt, ist es auch für Neulinge Zeit, an die Börse zu gehen. Aber wie funktioniert das eigentlich? Kaufen, Halten, Verkaufen? Was ist eine Aktie eigentlich, was sind Fonds und wie gehe ich mit binären Optionen um? Es gibt vielfältige Fragen, die es zu beantworten gilt, denn eins ist sicher: Geld ist an der Börse schnell verspielt und Unwissenheit schützt vor Strafe nicht. Wer sich aufs Parkett wagt, muss deshalb vorher Grundbegriffe pauken und die grundlegenden Abläufe kennen – ein Einsteiger-Guide.

Die wichtigste Börse der Welt – die NYSE – hat ihren Sitz an der berühmten Wall Street. Vor Ort müssen Anleger nicht sein, das übernehmen die Broker.

Einleitung: Wieso überhaupt an die Börse gehen?

Gelb verdienen, Geld haben, Geld vermehren: Es ist die ureigene Idee des Kapitalismus, dass Menschen selbsttätig für ihre Finanzen verantwortlich sind. Das betrifft zum einen die Arbeit, mit denen sie ihr Geld erwirtschaften, zum anderen aber auch die Verantwortlichkeit dafür, was sie ausgeben und was sie sonst mit dem Geld „anfangen“. Dafür gibt es viele Möglichkeiten: Für schöne Dinge ausgeben, im Sparstrumpf lagern, aufs Konto legen oder eben vermehren. Da viele Menschen prinzipiell glauben glücklicher zu sein, wenn sie denn mehr Geld haben, tendieren viele dazu, das Geld vermehren zu wollen. Das möglichst ohne großen Aufwand. Das Zauberwort: Anlegen.



Durch möglichst geringen Aufwand seitens des Anlegers soll das Geld wachsen, Zinsen generieren. Das läuft in der Regel über das Zusichern des Geldes in einer bestimmten bankeigenen Anlage. Anleger X legt genauso Geld dort an wie die Anleger A bis U. Dadurch ist bei der Anlage eine ganze Menge Geld im Spiel. Damit werden beispielsweise Kredite gegeben – sei es an Firma Z. Die Rückzahlung des Kredits erfolgt inklusive Zinsen. Diese werden auch unter den Anlegern aufgeteilt und somit wächst das angelegte Geld und kommt „vermehrt“ zurück: Das Vermögen ist gewachsen. Natürlich erfolgt die Darstellung hier grob vereinfacht, jedoch basiert das Kreditwesen prinzipiell darauf, dass manche „zu viel“ haben, mehr daraus machen wollen, andere das Geld brauchen und Stück für Stück mit Zinsen zurückzahlen. Das ist zunächst die einfachste Form des Anlegens.

Die Vermögenssteigerung in Zeiten von niedrigen Zinsen

Wenn allerdings die Zinsen sinken und Kredite nicht mehr teuer bezahlt werden, lohnen sich solch kleine Anlagen eigentlich gar nicht mehr, da selbst bei langer Bindung nur minimale Gewinne damit zu machen sind. Hier sind also all jene, die nicht auf Vermehrung des Vermögens verzichten wollen, gezwungen, eine andere Form zu finden. Et voilà: Die Börse betritt das Parkett. Dort sind Anlagen nicht mehr sicher in bankeigenen Geschäften untergebracht, stattdessen wird in Unternehmen investiert, die ihre Anteile in Aktien aufgesplittert zum Kauf anbieten. Ist einer Aktienbesitzer, kommt es also drauf an, was nun mit dem Unternehmen geschieht. Stellt es sich gut dar, streicht es Gewinne ein, wächst es und wirft Geld ab, auch für die Anteilseigner – so steigt auch das Interesse der Anleger. Sie möchten mehr Anteile kaufen, die Nachfrage steigt. Das Angebot jedoch wird knapper, da die Aktien ja immer noch in der gleichen Anzahl vorhanden sind wie zuvor. Also steigt der Preis – wie immer wenn die Nachfrage steigt, das Angebot jedoch knapp ist.

Der Anleger kann seine Aktie also jetzt zu einem teureren Preis verkaufen, als er sie zuvor gekauft hat – Vermögensvermehrung. Oder er behält die Aktie und wartet auf einen weiteren Preisanstieg, um sie dann noch teurer verkaufen zu können. Das hängt von seiner persönlichen Einschätzung ab, wie sich das Unternehmen weiterentwickelt. Aber: Am Ende kann so auch Verlust entstehen, wenn die Aktie fällt und keine Nachfrage mehr besteht. So fällt das Unternehmen in den Aktienkursen, die Aktie ist nichts mehr wert und das investierte Geld erstmal weg. Entsprechend kann also großer Gewinn eingestrichen werden – oder großer Verlust entstehen. Da das Risiko im Gegensatz zur sicheren bankeigenen Anlage steigt, kann damit also auch in kurzer Zeit mehr Gewinn eingestrichen werden, als bei einer langfristigen Anlage jeweils drin ist. Aber: Auch genau so kann damit mehr Verlust gemacht werden. Das führt bereits zu einer ersten Grundlage im Anlegergeschäft: Alles was ein hohes Risiko aufweist, kann in kurzer Zeit viel Geld einbringen. Alles was ein niedriges Risiko hat, dauert länger und bringt letztendlich weniger Geld, wenn auch zuverlässiger.

Kleine Begriffsklärung

Für alle Interessierten gilt jedoch: Bevor es an den Sprung ins offene Wasser geht, müssen die Grundlagen sitzen. Das sind sowohl die prinzipiellen Grundbegriffe als auch die Zusammenhänge, die klar sein müssen. Was ist der DAX, wie genau ist eine Aktie aufgebaut und was geht sonst so an der Börse zu?

Aktie: Aktien sind Anteile an Unternehmen, die an der Börse gekauft und verkauft werden können. Diese Wertpapiere orientieren sich allerdings an Anteilen am Unternehmen und haben keinen festen Preis: Im Gegenteil – dieser schwankt, weswegen der Handel damit so lukrativ sein kann. Die Anteilseigner werden übrigens auch am Gewinn beteiligt: Das ist der Grund, warum Aktien im Preis steigen, wenn es dem Unternehmen gut geht.

Fonds: Fonds sind ein Portfolio an Aktien, in die gesammelt investiert wird. Verschiedene Fonds streuen ihre Aktien damit in verschiedenen Branchen, Regionen, ethischen Unternehmen – kurz gesagt gibt es so ziemlich für jedes Anliegen einen Fonds. Aber: Da hier in viel gleichzeitig investiert wird und immer auch viele Leute gleichzeitig in einen Fonds investieren, wird auch die Gewinnsumme unter vielen Teilhabern aufgeteilt. Deswegen sind hier nicht so große bzw. schnelle Gewinne zu erwarten wie bei selbstgetätigten Aktienkäufen oder der Spekulation mit Finanzderivaten.

Die Börse und Wertpapiere

Der DAX: Deutscher Aktien Index, der die Entwicklung der Aktien der 30 größten an der deutschen Börse notierten Unternehmen wiedergibt. Darin ist eine gewisse gesamtwirtschaftliche Entwicklung abzulesen, die sich sowohl auf die Unternehmen im DAX bezieht, als auch auf kleinere Unternehmen – schließlich ist die Wirtschaft insgesamt eng vernetzt, so dass die Entwicklung eines Unternehmens auch immer Auswirkungen auf die eines anderen Unternehmens nimmt.

Börse: Zunächst einmal: Es gibt nicht die eine Börse. Stattdessen sind es verschiedene „Marktplätze“ auf denen mit Aktien gehandelt wird. Davon gibt es wiederum verschiedene Formen: Die Präsenzbörse, wo Börsenmakler vor Ort in persona Geschäfte abschließen, und Computerbörsen, wo alles rein elektronisch abläuft. Dann wiederum gibt es verschiedene Handelsformen, wie Geschäfte abgeschlossen werden. Die wichtigste Börse in Deutschland ist die Frankfurter Börse, weltweit steht New York auf Platz eins mit dem NYSE (New York Stock Exchange), dahinter Tokyo mit dem TSE und Amsterdam mit dem AEX.

Natürlich gibt es noch wesentlich mehr zu klären. Das bieten vor allem spezielle Glossare oder Standardwerke im Bereich Aktienhandel an. Grundsätzlich gilt aber: Wer mit geschultem Fachpersonal den Sprung aufs Parkett wagt, ist an der richtigen Adresse um jederzeit Fragen zu stellen und seinen Horizont in Sachen „Finanzbegriffskunde“ zu erweitern.

Der Broker: Online oder Offline?

Und schon zum nächsten typischen Finanzmarktwort: Der Broker. Dieser ist zunächst einmal die Person, der die Aktiengeschäfte für den Kunden tätigt. Das kann eine Bank sein, aber auch ein spezieller Anbieter, der den Aktienhandel übernimmt. Häufig haben sich ganze Unternehmen darauf spezialisiert und handeln so mit dem Einlagekonto auf Kundenwunsch. Manche bieten dabei ihre Dienste exklusiv online an, während andere nur offline agieren.



Ganz wichtig bei der Erkennung eines seriösen Brokers: Er erhebt Gebühren und legt dabei besonders Transparenz an den Tag. Der Anleger muss zu jeder Zeit wissen, wo er steht und welche Kosten auf ihn zukommen. Horrende Gewinnbeteiligungen gehören nicht dazu. Bevor sich Neulinge für einen entscheiden, sollten sie entsprechend genau recherchieren, Erfahrungsberichte lesen und sich auch mal bei der Hausbank informieren, was es zu beachten gibt. Manche haben einen haueigenen Broker, so dass auch dort der Einstieg in den Aktienhandel möglich ist. Einfach blind drauf los zu handeln – besonders online, gesichtslos – ist hingegen nicht sehr geschickt. Immerhin wird dem Broker die Macht erteilt, im eigenen Namen Geschäfte zu tätigen, für die dann hinterher selbst die Konsequenzen getragen werden müssen. Hier ist also Vorsicht angesagt – lieber einmal zu viel nachschauen und fragen als einmal zu wenig.

Finanzberater

Ein seriöser Finanzberater klärt neben den Chancen auf direkt über Risiken und entstehende Kosten auf. Wem persönlicher Kontakt wichtig ist, sollte sich seinen Broker entsprechend Offline suchen.

Nur gesichertes Geld: Die Grundregeln

Mit dem Aktienhändler an der Seite ist schon mal ein wichtiger Schritt getan. Allerdings sind vorher noch ein paar grundlegende Dinge zu klären, die vor allem für die eigene Einschätzung wichtig sind:

–       Wie viel kann ich erübrigen?

–       Wo ist meine Grenze?

–       Welches Risiko kann ich eingehen?

Mit der persönlichen Klärung dieser Fragen und der festen Definition der Antworten ist sichergestellt, dass nur das Geld angelegt wird, das auch wirklich wegkann – das gilt besonders für risikoreiche Anlagen, bei denen nicht zu 100 % feststeht, dass das angelegte Geld auch zurückkommt. Wer mit dem eigenen, verplanten Geld zu zocken beginnt, hat so gut wie verloren. Um das auch für den Kopf deutlich zu machen, sollten die Grenzen niedergeschrieben und eingehalten werden. Immer mit dem Gedanken im Kopf: Was weg ist, ist weg.

Kontentrennung für Selbstkontrolle

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Eröffnen eines speziellen Kontos für die Aktiengeschäfte. Dafür ist zwar ohnehin ein Einlagedepot nötig, wo die Wertpapiere „lagern“ und auf ihre weitere Verwendung lagern – es ist aber ebenfalls sinnvoll, ein eigenes spezielles Konto dafür zu eröffnen, um die Trennung der Gelder zu vollziehen und jederzeit volle Kontrolle darüber zu haben, was wofür ausgegeben wird. Gerade Direktbanken bieten oftmals gebührenfreie Konten an, die über eins der Postident-Verfahren eröffnet werden können und somit recht aufwandslos zustande kommen. So werden zumindest keine Kosten für das Konto fällig, die Trennung der Gelder ist aber dennoch vorhanden und die Einhaltung der Grenze wird einfacher.

Noch ein Tipp: Lieber immer auf Nummer sichergehen. Risikoreiche Anlagen machen zwar Spaß, vor allem, wenn sie funktionieren, sie können aber auch bitter danebengehen und am Ende dafür sorgen, dass das eigentlich sauer verdiente Geld am Ende einfach weg ist. Deswegen: Ausprobieren ja, aber aufhören, wenn es richtig gut läuft und es eigentlich am schönsten ist. So wird verhindert, dass die „Glückssträhne“ zu Neige geht und am Ende das kalkulierte Anlegen zum heißkalten Zocken wird. Dafür ist übrigens auch der Broker bzw. Berater da: Aufpassen und beurteilen, was sicher ist und wo es sich ins Gegenteil umkehrt. Auf diesen Vertrauten zu hören, seinen Rat zu befolgen und keine Alleingänge zu wagen, ist ebenfalls ratsam.

Echter Wert: Gold-Anlagen

Schon seit Jahrhunderten gilt es als das Status-Symbol schlecht hin, war Währung, Schatzgut, Geldanlage. Das ist es bis heute geblieben: Gold, das begehrteste der Edelmetalle. Wenn sich jemand etwas Wertvolles vorstellt, ist es oftmals „golden“ und das spiegelt auch den Wert in der Gesellschaft wieder. Der Liebsten schenkt man(n) wertvolle Colliers mit Gold und Edelsteinen und bringt so seine Wertschätzung zum Ausdruck. Dabei ist Gold nicht mal das einzige Edelmetall, das als Wertanlage dient:

–       Silber

–       Platin

–       Palladium und

–       Rhodium

kommen ebenfalls als Wertanlage in Frage und sind nie wertlos. Warum ist das so?

Gold als stabile Währung

Zunächst, weil eben genau die oben genannten Damen beschenkt werden wollen: Alleine die Schmuckindustrie verarbeitet in jedem Jahr 2400 Tonnen Gold. Ein Drittel davon stammt aus eingeschmolzenem Altgold, der Rest wird angekauft und zugekauft. Schätzungsweise hat die Menschheit bisher nur 170.000 Tonnen aus der Erde geholt. Und das Schürfen ist bis heute harte Arbeit, wie auch eindrucksvoll in aktuellen Fernsehserien wie „Goldrausch in Alaska“ demonstriert wird. Mehrköpfige Teams arbeiten dort mit Tonnenschweren Maschinen drei Monate lang um nur 1000 Unzen aus dem Boden zu holen – somit ist Gold ein Gut, was nur unter größten Mühen vervielfältigt werden kann. Damit ist es eine weitaus stabilere Währung als Geld, das eigentlich jederzeit neu gedruckt werden kann.

Wer also sein Portfolio mit Gold aufstocken will, der hat in jedem Fall eine sichere Anlage, die vermutlich über viele Jahre in ihrem Wert stabil bleiben wird. Natürlich sind auch Spekulationen möglich: Bei Schwankungen von $ 35 pro Unze über $ 1900 pro Unze hin zu aktuellen $ 1211 pro Unze ist auch viel Potenzial für Gewinn oder Verlust. Denn nicht nur die Privatperson ist am Gold interessiert: Auch die Industrie benötigt Gold, um damit Chips für Smartphones und weitere elektronische Geräte zu fertigen, so dass die Nachfrage auch von weiteren Faktoren als der Schmuckindustrie abhängt. Somit können zwar keine klassischen Renditen erwirtschaftet werden, Spekulationen führen aber am Ende eventuell doch zur Vermögensvermehrung, insofern das denn mit der Investition gewünscht und beabsichtigt ist.

Anlagekonditionen

Egal für welches Finanzprodukt ein Neu-Anleger sich entscheidet: Die genaue Lektüre der Bedingungen und Sicherheit über die Transparenz ist wichtig, um sich selbst zu schützen und mit gutem Gewissen Geld in die Hand nehmen zu können.

Wissen und Schutz: Gesetzliche Richtlinien kennen

Anlegerschutz ist ein wichtiges Thema in der Gesetzgebung und der Finanzmarktregulierung. Das heißt zum Beispiel, dass der Anleger jederzeit transparent darüber unterrichtet werden muss, wie die Gebühren auf das gewünschte Finanzprodukt ausfallen. Weitere Richtlinien sind im Gesetz zur Stärkung des Anlegerschutzes und Verbesserung der Funktionsfähigkeit des Kapitalmarkts festgehalten. Sich darüber zu informieren und damit auch als Privatanleger jederzeit Bescheid zu wissen, wie es um die Beratung des Brokers steht und sich so selbst zu schützen macht durchaus Sinn. Das verhindert am Ende Abzocke, das Reinfallen auf unseriöse Angebote oder gar einen Verlust der Anlagewerte, der so nicht impliziert oder im Risikomanagement vorgesehen war.

Zocken am Smartphone? Binäre Optionen und Kurzzeitanlegen

Neben den regulären Anlagen gibt es auch immer wieder sogenannte Finanzderivate, die mit extrem kurzzeitigen Anlagen einen enormen Gewinn versprechen. Darunter: Binäre Optionen. Diese sind noch nicht allzu lange auf dem deutschen Parkett etabliert, werden jedoch häufig als lukrative Geldanlage dargestellt. Dahinter verbirgt sich im Prinzip die „Wette“ auf eine Kursänderung – ob dieser jetzt steigt oder nicht. So wird bei dem Abschluss einer binären Option festgelegt, wie der Kurs zu einem bestimmten Zeitpunkt in der Zukunft im Vergleich zum jetzigen Zeitpunkt stehen wird. War die Vorhersage korrekt, wird die Rendite ausgeschüttet. Handelt es sich um eine Fehlspekulation, ist im Zweifelsfall der Einsatz dahin, wenn der Broker nicht eine Verlustabsicherung anbietet.

Die binären Optionen sind dabei prinzipiell einfach zu verstehen, eine korrekte Vorhersage hingegen ist nicht immer leicht, da der Kurs täglich viele kleine Auf und Ab aufweist. Interessierte Anleger sollten also eventuell erst mit Demokonten lernen, wie risikoreich das ganze Prozedere ist, bevor sie mit dem echten Geld drangehen. Übrigens: Diese Art des Tradens bieten auch Apps an, die in der Werbung versprechen, in möglichst kurzer Zeit viel abzuwerfen. Besonders diese Anwendungen sind mit Vorsicht zu genießen. Besser: Einen erfahrenen Broker zu Rate ziehen, der dann auch Auskunft zu seriösen Plattformen bieten kann. Sonst kann der Ausflug aufs Parkett auch schnell zur Zockerei werden, die auf dem Smartphone wie ein Spiel nebenbei gespielt wird.

Börsenhandel am Smartphone

Durch den ununterbrochenen Zugang zum Internet ist das Zocken mit binären Optionen keine Seltenheit. Allerdings kann es hier wie beim Glücksspiel zu völlig überraschenden Wendungen kommen – besonders Einsteiger sollten deshalb lieber erst sicheres Terrain kennen lernen, bevor sie sich darauf einlassen.

Fazit: Wer wagt sich aufs Parkett?

Es ist festzustellen: Aller Anfang ist schwer. Grundregeln und –begriffe, das Verständnis des Finanzmarktes und die Wahl der Anlageoptionen sind keine leichte Lektüre und wollen erst einmal verstanden werden. Das fällt wesentlich leichter, wenn ein erfahrener Finanzexperte zur Seite steht, der die wichtigsten Regeln und Weisheiten der Branche kennt und gerne weitergibt. Ist der nicht gerade im Freundeskreis vorhanden, sollten sich Anlegerneulinge mit einem unabhängigen Berater oder einem vertrauenswürdigen Broker umsehen, sich mit ihm unterhalten und dort die nötigen Informationen einholen. Aber: Vorher selbst einmal genau recherchieren, was es zu den gewünschten Finanzprodukten zu sagen gibt und welchen Richtlinien und Auflagen der Berater unterliegt. Das verhindert, dass wichtige Informationen unter den Tisch fallen und so am Ende der Anleger das Nachsehen hat.

Um zunächst auf Nummer sicher zu gehen, eignen sich vor allem weit gestreute Fonds, die ein möglichst umfangreich aufgestelltes Portfolio anbieten. Dann werden eventuell auch einzelne sichere Aktien als langfristige Anlage interessant, gegebenenfalls ergänzt durch Edelmetall, was sich als sehr stabile Absicherung bewiesen hat. Erst mit dieser Absicherung und Geld das tatsächlich übrig ist, können sich Neulinge dann an Finanzderivate wagen. Binäre Optionen sind beispielsweise leicht zu verstehen, hier kann jedoch auch spielend leicht Verlust eingefahren werden. Das gilt ebenso für risikoreiche Anlagefonds.

Mit ein bisschen Interesse, breiter Lektüre und einem versierten Fachmann an der Seite ist so der Einstieg in die Anlegerwelt geschafft und vielleicht auch bald schon der erste Gewinn eingestrichen, der Lust auf mehr macht. Wer dabei auf der sicheren Seite bleibt wird sicherlich auch für lange Zeit Freude an der neuen Vermögensvermehrungs-Strategie haben.



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