Gebühren auf das Tagesgeldkonto – Wo gibt’s denn sowas?

Januar 19th, 2017 by rubenw in Allgemein, Tagesgeld

Tagesgeldkonto GebührenNiedrige Zinsen aber hohe Kosten, eine Bank in Deutschland verlangt seit geraumer Zeit auch von Kleinsparern eine Gebühr auf das Tagesgeldkonto, und das nicht zu wenig.

Auf der Internetseite der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien, wirbt sie für das Tagesgeldkonto mit: Angemessene Zinsen ab einem Euro Guthaben. Wer sein Erspartes bei der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien auf dem „VR FlexGeld“ hat, erhält darauf Zinsen. Zur Zeit gibt es aber nur 0,01% pro Jahr. Das an sich wäre keine Nachricht Wert. Einen Tabubruch begeht die Bank, weil sie ab dem ersten Euro Guthaben eine Gebühr für’s Tagesgeld verlangt:

  • Bis 25.000 Euro: 5 Euro monatlich
  • Bis 50.000 Euro: 10 Euro monatlich
  • Bis 500.000 Euro: 25 Euro monatlich
  • Über 500.000 Euro: 50 Euro monatlich

Tabubruch: Kontoführungsgebühren aufs Tagesgeld

Mit der Einführung von Strafzinsen haben zuletzt die Volksbank Stendal und die Raiffeisenbank Gmund am Tegernsee für vermögende Privatkunden, ab 100.000 Euro Einlage, Aufsehen erregt. Nun bricht die Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien ein weiteres Tabu. Mit der Einführung einer Kontoführungsgebühr für Tagesgelder und zwar nicht nur für vermögende Sparer, sondern auch für Sparer mit geringeren Guthaben, nämlich ab dem ersten Euro.

Sparer legen deutlich drauf

Angenommen jemand hat 10.000 Euro auf dem Tagesgeldkonto der sächsischen Bank angespart, so muss er eine Gebühr von 60 Euro im Jahr bezahlen, allerdings nimmt er nur 1 Euro an Zinsen ein. Unterm Strich macht das ein dickes Minus von 59 Euro jährlich, gibt man dies als Zinssatz wieder entspricht es 0,59 Prozent im Jahr. Die sächsische Volksbank verlangt in diesem Beispiel sogar mehr vom Kunden als sie selbst zahlen muss, wenn sie überschüssiges Kapital angelegt hat. Deutlich zu erkennen ist, dass die in Görlitz beheimatete Bank nicht nur die Strafzinsen an ihre privaten Kunden weitergibt, sondern sogar noch an ihnen verdient.

Die Kleinsparer betrifft es besonders: Legt jemand einen Betrag von 500 Euro an, erhält er gerade einmal fünf Cent Zinsen innerhalb eines Jahres, muss aber gleichzeitig 60 Euro an Kontoführungsgebühren bezahlen. Am Jahresende beträgt sein Ersparnis 440, 05 Euro, das entspricht einem Negativzins von 11,99 Prozent.

Das Zentralinstitut der Volksbanken und Raiffeisenbanken verlangt von seinen Mitgliedsbanken zur Zeit 0,40 Prozent Zinsen pro Jahr, wenn dieses Geld bei ihnen eingelegt werden soll. Damit gibt die Deutsche Zentral-Genossenschaftsbank die Strafzinsen weiter, die sie wie alle Banken der Eurozone für Einlagen bei der Europäischen Zentralbank zahlen muss.

Alternative für betroffene Sparer

Es gibt eine wirkliche Alternative zu den hohen Kosten der Volksbank Raiffeisenbank Niederschlesien. Wer diesen Kosten entgehen will, sollte lieber seine Ersparnisse auf dem Tagesgeldkonto anderer Banken anlegen. Die erstens gar keine Gebühren verlangen und zweitens deutlich höhere Zinsen zahlen. Besonders durch Neukundenangebote mit attraktiven garantierten Zinssätzen über einen bestimmten Zeitraum, können Sparer noch eine Rendite erzielen.

Wir empfehlen daher grundsätzlich immer zunächst einen Tagesgeld Vergleich durchzuführen. So finden Sparer mit einem Klick das derzeit beste Angebot. In der Regel lassen sich alle Tagesgeldkonten auch ganz bequem online eröffnen.

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