Geldanlage: Bitcoin stürzt unter die Marke von 8000 US-Dollar

Februar 20th, 2018 by geldanlage_de in Allgemein, Börse, Depot, Geldanlage, Kryptowährungen

Die Kryptowährung Bitcoin befindet sich weiterhin auf Talfahrt. So sank der Kurs nun unter die relevante Marke von 8000 US-Dollar und lässt damit bei einst optimistischen Anlegern ernste Zweifel aufkommen. Von dem ehemaligen Rekordhoch, welches bei rund 20.000 US-Dollar lag, sind nur noch rund 40 Prozent übrig. Besorgniserregend ist vor allem die Schnelligkeit des Wertabfalls.

Bitcoin in einer Blase

Mit Bitcoin haben schon viele Anleger eine profitable Rendite eingestrichen, aber nun befindet sich die Währung auf Talfahrt. Bildquelle: Parilov – 723329638 / Shutterstock.com

Talfahrt des Bitcoins ist auf praktisch allen Handelsplätzen zu verzeichnen

Die Kryptowährung Bitcoin war lange Zeit in aller Munde und ist es auch heute noch, allerdings mit der gravierenden Einschränkung, dass der Handel inzwischen weit weniger erfolgversprechend aussieht, als das noch bis zum Endes des letzten Jahres der Fall gewesen ist. Um Bitcoin zu handeln, können Handelsplattformen wie etwa HitBTC benutzt werden. Auf dem Testportal betrugstest.com wurde diese genauer unter die Lupe genommen. Die Zeit der Kursgewinne, welche ohne große Probleme in einem vier- bis fünfstelligen prozentualen Bereich ansiedelten, ist nunmehr auf praktisch allen Handelsplätzen vorbei:

  • Der Januar des Jahres 2018 war für den Bitcoin der schwächste Monat innerhalb der letzten drei Jahre
  • Der Verlust lag bei insgesamt 30 Prozent

Jetzt ist der Kurs sogar unter die Marke von 8000 US-Dollar gerutscht, wobei das einstige Rekordhoch, welches erst im Dezember des letzten Jahres erreicht worden war, bei 12.000 US-Dollar mehr lag. Misst man den Bitcoin an der Marktkapitalisierung, so handelt es sich bei ihm um die bedeutendste Kryptowährung, welche derzeit erhältlich ist. Eingeführt worden war das Konzept schon anno 2008 in einem White Paper, welches auf Satoshi Nakamoto zurückging.



Auch weitere Kryptowährungen sind von rapiden Kursverlusten betroffen

Die Kryptowährung Bitcoin ist nicht die einzige, die von massiven Kursverlusten beeinträchtigt wird. Bildquelle: Paraksa – 773163871 / Shutterstock.com

Dass der nun aufgetretene Wertverlust kein reines Problem des Bitcoins ist, wird mit Blick auf die übrigen Kryptowährungen deutlich, welche sich ebenfalls auf dem Markt befinden:

Währung Erscheinungsjahr
Ripple2012
Ethereum2015
Litecoin2011

Ripple basiert auf dem Open-Source-Prinzip und geht zurück auf die Entwicklung von Ryan Fugger. Erschienen ist Ripple bereits im Jahr 2012, wobei sich das Geldsystem weder die Blockchain-Technologie noch Mining zunutze macht. Ethereum hingegen erschien drei Jahre nach Ripple, wobei die zugehörige Währung mit Ether bezeichnet wird. Hinter Bitcoin kommt Ether die zweitwichtigste Stellung auf dem Markt zu. Die Blockchain umfasst 337 GB und das Mining funktioniert per Ethash. Litecoin wiederum ist noch einmal ein Jahr älter als Ripple und geht zurück auf die Idee von Charlie Lee. Hier kommt eine 12 GB Blockchain zum Einsatz und das Mining erfolgt per Skript. Große Parallelen von Litecoin zu Bitcoin sind aufgrund der praktisch identischen Umsetzung vorhanden. Ähnlich wie das auch beim Bitcoin der Fall gewesen ist, konnten die übrigen Kryptowährungen lange Zeit üppige Kursgewinne verbuchen, verloren allerdings seit Ende des Jahres 2017 rapide an Wert. Auch hier lagen die Verluste im zweistelligen prozentualen Bereich. Demgemäß sind Anleger auch bei diesen Kryptowährungen ähnlich verunsichert wie beim Branchenprimus.



Werbeverbot und Spekulationsblase werden als Gründe aufgeführt

Fraglich ist natürlich, worin die Gründe für die großen Kurseinbrüche bei den Kryptowährungen zu erblicken sind. Eine entscheidende Rolle spielt die Tatsache, dass inzwischen gemäß handelsblatt.com beispielsweise ein Werbeverbot für derartige Währungen auf dem weltweit größten sozialen Netzwerk Facebook ausgesprochen wurde. Abgesehen davon ist die Regulierung des Marktes in der letzten Zeit deutlich strikter geworden und auch Aufsichtsbehörden nahmen hier vermehrt illegale Aktivitäten ins Visier. Ein weiterer Grund, der im Zusammenhang mit den Kurseinbrüchen bei den Kryptowährungen genannt wird, ist das Platzen einer Spekulationsblase:

  • Die Kurse der Kryptowährungen sind lange Zeit ohne erkennbaren Grund über Monate hinweg gestiegen
  • Besonders groß war der Anstieg ab November 2017 ausgefallen, wo sich binnen kürzester Zeit der Wert verdreifachte

Davor, dass die Kurse nach diesen unbegründet starken Kursanstiegen auch wieder rasant fallen können, hatten Experten schon mehrmals gewarnt. Die nächsten Monate werden nun zeigen, ob der Bitcoin in der Lage ist, seinen Kurs auf einem angemessenen Niveau zu stabilisieren oder ob die Talfahrt vorerst noch weitergeht. Schenkt man der Analyse der Privatbank Donner & Reuschel Glauben, so wird der Bitcoin-Kurs noch länger einen deutlichen Abwärtstrend aufweisen. Begründet wird das Ergebnis der Analyse damit, dass sich ein „Abwährtskanal“ gebildet habe, welcher auch nicht durch gestartete Erholungsversuche zu Beginn dieses Jahres aufgehalten werden konnte. Aus technischer Sicht sei damit der bereits bestehende Abwärtsdruck noch weiter verstärkt worden.

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