Geldanlagen in 2019 – Diese Möglichkeiten haben Sie

Dezember 6th, 2018 by geldanlage_de in Allgemein

Sie möchten 2019 Geld anlegen und Ihre Finanzen selbst in die Hand nehmen? Möglichkeiten gibt es viele, allerdings sind in letzter Zeit kaum lukrative dabei. Die Weltwirtschaft hat einige Hürden, die es zu überwinden gilt. Konservative Sparer haben seit Jahren das Problem niedriger Zinsen. Der Immobilienkauf erfordert einen großen Kapitaleinsatz. Welche Geldanlage sich 2019 lohnt, erfahren Sie hier.

Rohstoffe, vor allem Gold, stellen ebenfalls eine alternative Anlagemöglichkeit dar. (Bildquelle: erik_stein / Pixabay)

Tagesgeld, Rohstoffe oder Immobilien?

Beim Tagesgeld oder Festgeld werden in nächster Zeit auch keine großen Sprünge erwartet. Die EZB wird die Zinsen weiterhin auf dem sehr niedrigen Niveau halten, so dass auf dem Sparkonto kaum Erträge möglich sind. Gute Festgeldangebote können allerdings die Inflation ausgleichen, so dass Ihr Geld immerhin nicht weniger wird.

Andere Experten raten zu Rohstoffen. Beliebt sind hier vor allem Gold und Öl, um das Depot zu diversifizieren. Allerdings sollten Sie nur einen kleinen Teil Ihres Geldes in Rohstoffe stecken, denn die Preise schwankten zuletzt sehr stark – nicht nur beim Öl. Gold, das eigentlich als sicherer Hafen in schwachen Konjunkturphasen gilt, hatte ebenfalls starke Kursverluste im letzten Jahr zu verzeichnen. Ebenso ist die Volatilität des Goldes aktuell nichts für schwache Nerven, da sich der Kurs im Bereich von 1.030 und 1.200 Euro je Feinunze im Jahr 2018 bewegte.

Bei Immobiliengeschäften hingegen steht die Frage ins Haus, wann die Immobilienblase platzt. Seit Jahren steigen die Preise, so dass der jetzige Einstieg sehr teuer ist, auch wenn die Renditeerwartungen hier immer noch positiv sind. Als Alternative eignen sich Immobilienfonds oder REITs, um mit geringerem Kapitaleinsatz an den Entwicklungen des Immobilienmarktes teilhaben zu können.

Wenn Sie während Ihres Anlagezeitraums keine großen Verluste verkraften und einen möglichen Abschwung nicht aussitzen können, sollten Sie daher defensiv agieren. Das Zauberwort heißt Diversifikation. Aufgrund der unsicheren Zeiten an den Börsenmärkten sollten Sie den Aktienanteil in Ihrem Depot geringer halten und eventuell auf Anleihen umsteigen. Kurz laufende US-Staatsanleihen oder europäische Staatsanleihen bieten zwar keine hohen Zinsen, aber dafür ein geringeres Risiko. Wenn Sie mehr riskieren möchten, können Sie immer noch den Aktien- oder Rohstoffanteil erhöhen. Sicher ist nur eins: Eine Garantie gibt es an den Finanzmärkten nie.

Handelskriege, Überbewertung und Volatilität

Die zweite Jahreshälfte 2018 war für Anleger an den Börsenmärkten alles andere als vergnüglich. Der Abwärtstrend begann Ende Juli zwar nur langsam, verstärkte sich im Oktober jedoch nochmals, so dass die Aktienkurse an fast allen Börsen nach unten rauschten. Der DAX ist beispielsweise fast auf dem Stand von Ende 2016 angekommen. Viele Privatanleger sehen sich deshalb erneut darin bestätigt, dass der Aktienhandel ebenso ein Glücksspiel ist, wie es in legalen Online-Casinos der Fall ist. Und die Vorzeichen deuten aktuell darauf hin, dass es auch 2019 ähnlich weitergehen wird.

  • Handelskriege zwischen den USA und China sowie USA und Europa
  • Jahrelanger Anstieg führte zu Überbewertung zahlreicher Aktien
  • Schwächelnde Konjunktur in vielen Industrieländern
  • Brexit und Italiens Haushalt

Der DAX hat wie bereits erwähnt etwa 20 Prozent verloren. Der S&P 500 seit September 2018 etwa 15 Prozent. Anderen wichtigen Indizes wie dem Dow Jones oder dem NASDAQ geht es ähnlich. Experten sprechen bei einem Verlust von 20 Prozent von einer Baisse. In der Folge könnte der Kurs noch weiter und vor allem noch stärker absacken, weil sich immer mehr Marktteilnehmer zurückziehen und ihre Anteile verkaufen. Wie stark und wie lange der Abschwung noch anhalten wird, lässt sich allerdings nicht voraussehen.

Kurzfristig sollten Sie daher auf den Aktienmärkten vorsichtig sein. Langfristig betrachtet ist der Aktienmarkt allerdings immer eine gute Wahl (gewesen). Bei einem Anlagehorizont über 10 bis 20 Jahre können Sie im Schnitt von einer Rendite von sechs bis acht Prozent ausgehen. Wichtig ist hierbei die Diversifikation. Am sichersten fahren Sie mit der Investition in einen Weltindex wie dem MSCI World. Durch die große Streuung auf mehr als 1.300 weltweite Unternehmen wird das Risiko minimiert und es bestehen dennoch respektable Renditechancen.

Die Gründe für die Investition in solch breite Fonds bzw. ETFs sind der aktuell günstige Preis und die trotz aller pessimistischen Aussichten noch positiven Wachstumsdaten der Industrieländer in Europa und den USA. Allerdings sehen Experten ein Ende des Aufschwungs kommen, der mittlerweile schon fast zehn Jahre lang anhält. Spätestens 2020 wird es in den USA zu einer Rezession kommen, sagen Analysten. Die Wahrscheinlichkeit für eine weitere Korrektur nach unten ist an den Aktienmärkten damit hoch. Doch welche Alternativen gibt es?

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