Nachhaltige Geldanlagen im Trend – das ist zu beachten

Oktober 28th, 2017 by geldanlage_de in Aktien, Allgemein, Geldanlage

Nachhaltige Geldanlagen im TrendNachhaltige Geldanlagen erfreuen sich aktuell aus mehreren Gründen einer großen Beliebtheit. Zum einen schauen sich immer mehr Anleger und zunehmend auch Sparer nach renditestärkeren Alternativen um, was insbesondere daran liegt, das Tagesgeld oder Sparkonto nur noch mickrige Zinsen versprechen. Auf der anderen Seite ist es Anlegern allerdings auch vermehrt wichtig, in welche Projekte ihr Geld letztendlich investiert wird. Dabei legen immer mehr Menschen in Deutschland darauf größeren Wert, dass die Finanzierungsform ökologisch vertretbar und nachhaltig ist. Daher sind sogenannte nachhaltige Geldanlagen aktuell durchaus gefragt, jedoch gibt es nicht nur Vorteile.

Was sind nachhaltige Geldanlagen?

Unter dem Begriff nachhaltige oder auch grüne Geldanlagen werden vor allen Dingen Investments zusammengefasst, bei denen das Kapital, welches der Anleger zur Verfügung stellt, nur in ausgesuchte Finanzierungsformen und Projekte fließt. Diese Projekte haben meistens gemeinsam, dass sie nach ökologischen und sozialen Kriterien ausgewählt werden. Das klassische Gegenteil einer nachhaltigen Geldanlage wäre also beispielsweise ein Investment in ein Unternehmen, welches sich mit Atomkraft beschäftigt. Ebenso wäre ein „Anti-Beispiel“ das Investment in eine Rüstungsfirma oder in ein Unternehmen, welches in den Tropen Wälder roden lässt. Stattdessen zeichnen sich die Projekte, deren Grundlage nachhaltige und grüne Investments sind, durch ihre Umweltfreundlichkeit und auch dadurch aus, dass sie ökologisch und sozial nicht nur vertretbar, sondern sinnvoll sind.



Zu den klassischen ökologischen Geldanlagen, die häufig auch als nachhaltige Investments angeboten werden, gehört zum Beispiel die Anlage in:

• Windkraftanlagen
• Solaranlagen
• Energiesparhäuser
• Erneuerbare Energien im Allgemeinen
• Soziale Projekte, zum Beispiel sozialer Wohnungsbau

All diese Projekte suchen häufig Anleger, und zwar entweder für ein direktes Investment oder auch mittels geschlossener Beteiligungen, über die zahlreiche nachhaltige Geldanlagen laufen. Immer öfter sind es allerdings auch Nachrangdarlehen, die als Finanzprodukte im Bereich der nachhaltigen Geldanlagen zu finden sind. Wichtig zu wissen für Anleger ist, dass derartige Investitionen zwar nachhaltig und ökologisch vertretbar sind und häufig auch eine gute Rendite versprechen. Der Nachteil besteht allerdings in dem nicht unerheblichen Risiko, denn meistens fällt die Geldanlage nicht unter die Einlagensicherung, sodass es stets ein Emittentenrisiko gibt.

Welche Vorteile haben nachhaltige Geldanlagen?

Der größte Vorteil der nachhaltigen Geldanlagen ist nicht finanzieller Natur, sondern eher aus ideologischer Sicht wertvoll. So ist es mittlerweile vielen Anlegern wichtig, dass ihr Geld nicht in sozial fragwürdige oder gar umweltschädliche Projekte fließt, sondern eben in solche Finanzierungsformen, die auf soziale Verträglichkeit und Nachhaltigkeit bauen. Der ökologische Gedanke ist also auch der größte Vorteil, durch den sich nachhaltige Geldanlagen auszeichnen. Die Umwelt wird geschont und oftmals wird sogar etwas dafür getan, die Energiewende zu beschleunigen, indem beispielsweise vermehrt in Solar- und Windkraftenergie statt in fossile Energieträger wie Erdöl oder auch Atomenergie investiert wird.

Ein weiterer Vorteil zahlreicher nachhaltiger Geldanlagen besteht in der Inflationssicherheit, da es sich für gewöhnlich um ein Sachwert-Investment handelt. Darüber hinaus verbriefen solche Anlageformen öfter eine gute Rendite, insbesondere vor dem Hintergrund, dass Anleger auf sicheren Anlagenkonten nur noch geringe Erträge erhalten. Bei nachhaltigen Geldanlagen sind hingegen Erträge zwischen drei und acht Prozent im Jahr keine Seltenheit. Die mittlerweile große Auswahl am Markt ist sicherlich ebenfalls auf der Habenseite zu nennen, also als Vorteil für den Anleger zu werten.

In der Übersicht sind es insbesondere die folgenden Vorteile, durch die sich zahlreiche nachhaltige Geldanlagen in der Praxis auszeichnen können:

• hohe Transparenz, was das Investitionsvorhaben angeht
• große Auswahl am Markt
• Nachhaltigkeit, Umweltschutz und soziale Projekte
• oftmals sehr gute Rendite



Welche Nachteile haben nachhaltige Geldanlagen?

Bei kaum einer Geldanlage gibt es ausschließlich Vorteile, sodass diesbezüglich auch ökologische Investments keine Ausnahme bilden. Ein Nachteil kann – je nach Projekt und Anbieter – in der fehlenden Transparenz bestehen. Nicht immer wird dem Anleger genau erläutern, was mit dem Kapital geschieht und ob er einen Anspruch auf feste Erträge hat. Die fehlende Transparenz erstreckt sich häufiger auf die Gebühren, die im Zusammenhang mit dem Investment zu zahlen sind. Dies trifft selbstverständlich nicht auf alle Anbieter in diesem Segment zu, sodass differenziert werden muss.

Ein weiterer Nachteil, den allerdings die meisten nachhaltigen Geldanlagen aufweisen, ist das Emittentenrisiko. Selten handelt es sich um Finanzprodukte, die in den Bereich der Einlagensicherung fallen. Da es sich zudem oftmals um Einzelprojekte mit wenig oder gar keiner Risikostreuung handelt, besteht durchaus ein größeres Risiko, dass der Anleger einen Teil seines Kapitals oder sogar im schlimmsten Fall das gesamte Investment-Vermögen verliert. Vor allem aus diesem Grund ist es empfehlenswert, dass Sie sich zuvor genau über die jeweilige nachhaltige Geldanlage informieren, in die Sie vielleicht Ihr Kapital zukünftig fließen lassen möchten.

Fazit zu nachhaltigen Geldanlagen

Nachhaltige Geldanlagen sind definitiv eine Möglichkeit, wie Anleger und Sparer den geringen Zinsen entkommen können, wie sie beispielsweise bei Spareinlagen oder Festgeldkonten derzeit anzutreffen sind. Allerdings ist die Vielzahl der Angebote nicht nur ein Vorteil, denn natürlich gibt es in diesem Bereich auch Investments, die mit einem sehr hohen Risiko vorsehen sind. Daher ist es wichtig, sich möglichst viele Informationen zu dem jeweiligen Angebot zu besorgen. Dabei sollte man sich nicht nur auf den Anbieter selbst verlassen, sondern möglichst einen unabhängigen Fachmann zurate ziehen. Dies gilt insbesondere dann, wenn relativ viel Kapital in nachhaltige Geldanlagen fließen soll.

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