Sinnvolles Anlegen mit einem breiten Investmentportfolio

März 16th, 2018 by geldanlage_de in Aktien, Allgemein, Börse, Depot, Festgeld, Fonds, Geldanlage, Immobilien, Tagesgeld

Viele Sparer haben großen Respekt vor Geldanlagen, Investitionen und dem Aktienmarkt. Zurecht. Denn für sich allein genommen, können einzelne Anlagemöglichkeiten sehr riskant sein. Daher sollten insbesondere Anfänger im Investitionsgeschäft ihre Geldanlage so breit wie möglich streuen, um auf lange Sicht mehr von ihrem Geld zu haben.

Geldanlagen sollten breit gestreut sein, um Sicherheit und einen langfristigen Gewinn zu garantieren. Bildquelle: create jobs 51 – 451054096 / Shutterstock.com

Aktien, Rohstoffe wie Gold und Silber, Staatsanleihen – die Möglichkeiten, das eigene Geld zu investieren sind zahlreich. Und zumindest einen Teil des eigenen Privatvermögens sollte in irgendeiner Form angelegt sein. Wer bei seiner Arbeitsstelle einen Bonus bekommt oder einfach nur Glück beim Wetten hatte, sollte sein Geld nicht nur auf dem Konto liegen lassen. Letztendlich haben die meisten Investitionsmöglichkeiten  Vor- und Nachteile, manche sind wiederum sicherer als die anderen. Wiederum andere versprechen eine höhere Rendite. Ein besonnenerer und langfristig lukrativerer Weg ist die Streuung der Investition auf mehrere Anlagemöglichkeiten.

Geldanlage: Wo am besten?

Anleger sollten die zahlreichen Investitionsmöglichkeiten gut studieren und die Vor- und Nachteile abwägen, bevor sie sich für einen oder mehrere entscheiden. Eine unbedachte Investition kann Probleme mit sich bringen. Folgende Optionen gehören zu den Anlageklassikern:

Anlagemöglichkeiten Was die Vorteile sind
Immobilien Gebäude und Immobilienfonds gelten als sicher, weil sie wenig an Wert verlieren. Wer sich eine eigene Immobilie kauft, muss allerdings einiges an Eigenkapital aufbringen und meistens den Rest finanzieren. Durch eine Vermietung kommt viel Geld wieder rein, um einen solchen Kredit wieder abzubezahlen. Eine Immobilie stellt aber auch eine Verantwortung dar, die der Vermieter trägt. Ein Immobilienfonds ist eine günstigere aber auch riskantere Alternative. Anleger können offene Immobilienfonds bei ihrer Hausbank kaufen. Sie sind wie Aktienkurse jedoch Schwankungen unterworfen und unterliegen seit der Finanzkrise 2008 mehreren Regulierungen wie z.B. einer Mindesthaltedauer. Bei geschlossenen Fonds wird nur in ein einzelnes oder ein paar wenige Bauobjekte investiert.
Gold Wer sich für Gold als physische Anlageform entscheidet, kann sich bei einem Verkauf ein Jahr nach dem Erwerb über die Steuerfreiheit freuen. Gold ist aber insofern eine unpraktische Investitionsmöglichkeit, weil das kostbare Gut gelagert werden muss. Zuhause ist das Gold in den meisten Fällen nicht vor Einbrüchen geschützt. Bei der Lagerung in einem Bankschließfach fallen weitere Kosten an, die vom Gewinn abgezogen werden müssen. Darüber hinaus werden Goldwertpapiere in US-Dollar gehandelt. Für deutsche Anleger bedeutet dies Kursschwankungen, wenn sie den Gewinn umtauschen. Auch auf Zinsen und Dividenden müssen Anleger verzichten.
Aktien Aktien bzw. die Anteile eines Unternehmens versprechen am Ende des Jahres eine Dividende und einen steigenden Wert, wenn auch das Unternehmen zunehmend als wertvoll angesehen wird. Aktien unterliegen aber auch starken Kursschwankungen. Eine Garantie auf eine hohe Dividende oder auf einen Wertanstieg gibt es nicht. Eine Recherche über das entsprechende Unternehmen und vor allem den Aktienhandel sollten unbedingt vor einer Investition durchgeführt werden. Unerfahrene Einsteiger sollten dagegen vorsichtig sein.

Tabelle: Klassische Anlageformen besitzen ihre Vorteile, sind meist aber auch risikoreich, zumindest wenn sich der Investor auf nur eine einzige Investitionsmöglichkeit beschränkt und andere außen vor lässt.

Geldanlage: Wie aufteilen?

Viele Menschen scheuen vor den klassischen Geldanlagen zurück und verwahren ihr Geld zinslos auf einem Giro- oder Tagesgeldkonto auf. Ein Fehler, denn eine gute und vorausschauende Investition lohnt sich, wenn man etwas Geduld mitbringt. Zunächst ist es wichtig, sich einen Überblick zu verschaffen. Hierzu gehören:

  • alle Konten
  • Sparbücher
  • Bargeld
  • Lebensversicherungen
  • Investmentfonds

Dennoch ist es wichtig, noch eine finanzielle Reserve in der Hinterhand zu behalten und nicht alles in die Geldanlage zu investieren. Dies kann sich insbesondere in schweren finanziellen Zeiten noch als nützlich erweisen. Ansonsten müssen Geldanlagen eventuell zu einem ungünstigen Zeitpunkt wieder billig verkauft werden, wenn die eigene Liquidität gefährdet ist. 30 bis 40 Prozent sollten Investoren dafür zurücklegen. Die restlichen 60 bis 70 Prozent können sie dagegen in die Geldanlage stecken.

Was ist eine Diversifikationsstrategie?

Bei einer Diversifikation setzen Investoren nicht auf eine Anlageform, einen Unternehmensanteil oder einen Immobilienfonds. Stattdessen nutzen sie mehrere Anlageformen zur selben Zeit. Bestens eignen sich dafür passiv gemanagte ETF, die besonders bei Neuinvestoren beliebt sind. Sogenannte Indexfonds bilden einen gesamten Börsenindex wie z.B. den DAX ab. Diese investieren wiederum in einem 1:1-Verhältnis in die entsprechenden Wertpapiere. Zu einem solchen Fonds gehören auch Rohstoffe, diverse Anleihen sowie Währungen. Im Gegensatz zu aktiv gemanagten Fonds müssen Anleger keine zusätzlichen Gebühren für Personal- oder Verwaltungskosten bei einem Investmentunternehmen bezahlen. Außerdem werden keine unnötigen Investmentrisiken eingegangen.

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