Tagesgeldkonto: Sicherheit die neue Freiheit?

Dezember 10th, 2015 by rubenw in Allgemein, Tagesgeld

Sicherheit beim TagesgeldIn regelmäßigen Abständen wird der so genannte Wohlstandsindex für Deutschland aktualisiert, indem Teile der deutschen Bevölkerung befragt werden. Eine Frage lautet unter anderem: „Was bedeutet für Sie Wohlstand?“

77 Prozent der Befragten antworten darauf mit „keine finanziellen Sorgen“. 71 Prozent geben auch „ein sicheres Einkommen“ und „Eigentum“ als Wohlstandsfaktor an. Daraus schlussfolgern Wissenschaftler, dass Deutsche sehr viel Wert auf Sicherheit legen. Das gilt auch im Finanzbereich. Doch was bedeutet „Sicherheit“ im Finanzbereich? Welche Vor- und Nachteile bringt das mit sich?

Was ist Sicherheit?

Der Begriff Sicherheit ist dehnbar. Jeder kann darunter etwas anderes verstehen – wie die obige Studie zeigt. Im Finanzbereich sind mit Sicherheit oft 3 Aspekte verbunden:

  1. Die Sicherheit, das angelegte Kapital zu erhalten, sprich keine Kursverluste.
  2. Die Sicherheit, zu wissen, was an Ertrag „erwirtschaftet“ wird.
  3. Die Sicherheit, im Falle einer Insolvenz der Bank das Geld zurück zu erhalten.

Sind Tagesgeldkonten sichere Geldanlagen?

Grundsätzlich erfüllt ein Tagesgeldkonto alle 3 Bedingungen der Sicherheit:

  • Das angelegte Kapital bleibt erhalten.
  • Der Zinssatz ist zwar nicht im Voraus festgelegt, doch der ungefähre Zinsertrag kann berechnet werden.
  • Im Falle einer Bankinsolvenz erhalten Kunden das eingezahlte Kapital zurück.

Wir sagen deshalb „grundsätzlich“, weil die genannten Punkte nur auf Banken zutreffen, die der europäischen Einlagensicherung unterliegen.
Das Geld auf einem Tagesgeldkonto anzulegen ist viel sicherer, als es zu Hause zu lagern. Dort kann es gestohlen werden. Auf der Bank nicht. Und im Falle einer Insolvenz des Geldinstituts, erhalten Kunden ihr eingezahltes Kapital wieder. Voraussetzung ist jedoch, dass die Bank dem europäischen Einlagensicherungsfonds angehört. Jedes Kreditinstitut, das in der Europäischen Union seinen Sitz hat, unterliegt zwangsläufig dieser Einrichtung.
Dieser Schutzmechanismus greift, sobald eine Bank zahlungsunfähig wird. Pro Kunde und pro Bank sind maximal 100.000 Euro abgesichert. Die meisten Privat- und Genossenschaftsbanken sowie die Sparkassen sichern die Einlagen der Kunden sogar noch in weit größerem Umfang ab. Kunden außereuropäischer Banken genießen diese Sicherheit nicht! Dieser Einlagensicherung unterliegen aber nur Spareinlagen, das heißt, Tagesgelder, Festgelder, Einlagen auf Girokonten und Sparbücher. Bei Anlagen mit Aktien, Fonds usw. greift dieser Mechanismus nicht. Muss auch nicht, denn in diesen Fällen liegt das Geld nicht bei der Bank, sondern „im Unternehmen“ bzw. bei der Fondsgesellschaft.

Unser Tipp:
In unserem Tagesgeld Vergleich finden Sie ausschließlich Banken, die der europäischen Einlagensicherung unterliegen!

Zinssatz variabel

Der Nachteil von einem Tagesgeldkonto ist, das der Zinssatz nicht garantiert ist, sondern variabel. Das bedeutet, dass er sich täglich ändern kann. Dieser Nachteil wird dadurch wieder „gut gemacht“, dass das Kapital ebenfalls täglich verfügbar ist, es unterliegt keinen Kündigungsfristen.

Wer auch in puncto Zins auf „Nummer sicher“ gehen will, und im Gegenzug bereit ist, auf den Liquiditätsvorteil zu verzichten, ist mit einem Festgeld gut beraten (hier geht es zum Festgeld Vergleich).

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