Wertpapierdepot wechseln und Wunschzinsen erhalten

Januar 17th, 2016 by geldanlage_de in Aktien, Allgemein, Börse, Depot

Zwar gehören Aktien nicht unbedingt zu den Lieblingen der Deutschen, aber dennoch besitzen schätzungsweise zwischen 10 und 15 Millionen Bundesbürger ein Wertpapierdepot. Unabhängig davon, ob dieses aktiv genutzt wird oder nicht, fallen teilweise Depotgebühren an, während andere Banken auf die Berechnung einer fixen Jahresgebühr verzichten. Mitunter kann es sich lohnen, von Zeit zu Zeit einen Wechsel des Wertpapierdepots vorzunehmen. Dies zeigt sich insbesondere in der aktuellen Niedrigzinsphase, denn einige Onlinebroker und Direktbanken werben damit, vor allem höhere Zinsen nach einem Wechsel zu zahlen.

Geldprämien sind relativ selten geworden

Noch bis vor zwei Jahren war es bei einem Wechsel des Wertpapierdepots bzw. beim Wechsel der Bank vielfach üblich, dass der neue Kunde eine sogenannte Wechselprämie erhielt. Dabei handelte es sich oftmals um die Gutschrift eines bestimmten Geldbetrages, wobei dieser allerdings nur in Abhängigkeit davon gezahlt wurde, dass auf dem übertragenen Wertpapierdepot ein gewisser Umfang an Wertpapieren bzw. ein bestimmter Gegenwert vorhanden war.

Teilweise gab es durchaus Wechselprämien von 50 oder sogar 100 Euro, sodass ein Depotwechsel häufig gelohnt hat. Heutzutage sind derartige Geldprämien deutlich in den Hintergrund getreten, denn stattdessen bieten die meisten Kreditinstitute und Online-Broker, die ihren Kunden überhaupt für den Wechsel des Depots belohnen, vor allem einen attraktiveren Zinssatz auf dem Tagesgeldkonto bzw. Verrechnungskonto des Depots an.

Übertrag des Wertpapierdepots mit höheren Tagesgeldzinsen

Aktuell gibt es einige Kreditinstitute und Online-Broker, die ihren Kunden in erster Linie einen höheren Zinssatz auf dem Tagesgeldkonto offerieren, falls ein Depotwechsel nebst Wertpapierübertrag stattfindet. So bietet beispielsweise die Targobank ihren neuen Depotkunden einen Zinssatz von aktuell sehr attraktiven 2,5 Prozent an, der sogar für einen Zeitraum von zwölf Monaten garantiert wird. Dieser Zinssatz ist für die Höhe des gesamten Gegenwertes des Depotübertrages garantiert, allerdings maximal bis zu einem Gegenwert von 40.000 Euro.

Aber nicht nur die Targobank bietet aktuell derartige attraktive Zinsen beim Depotübertrag an, sondern es gibt in dieser Rubrik noch andere Banken. Dazu gehören beispielsweise die Consorsbank oder auch die DAB Bank, deren Angebote von der Konstruktion her sehr ähnlich sind. Eine wichtige Voraussetzung für den Erhalt der attraktiven Zinsen ist bei den weitaus meisten Anbietern, die einen derartigen Sonderzins zur Verfügung stellen, dass nicht nur ein Wertpapierübertrag stattfindet, sondern ein kompletter Depotwechsel vorgenommen wird. Im Detail heißt das, dass der Kunde nicht nur Wertpapiere übertragen muss, sondern das bisherige Depot bei der alten Bank oder dem bisherigen Broker auflösen lassen muss.

Fazit: Depotwechsel kann sich lohnen

Ein Depotwechsel kann sich aufgrund der beispielhaft gezeigten Sonderzinsen durchaus lohnen. Allerdings sollten Sie in dem Zusammenhang nicht vergessen, auch auf die jeweiligen Konditionen des neuen Depots zu achten. Dazu gehören nicht nur eventuelle Depotgebühren, sondern auch die zu zahlenden Transaktionskosten sollten Sie sich näher betrachten. Ein Depotwechsel hin zu einer Bank, die vergleichsweise hohe Ordergebühren brechen, würde sich nämlich definitiv nicht rechnen. Daher ist es wichtig, vor einem Depotwechsel zu vergleichen und dabei sämtliche Kosten und Gebühren gegenüberzustellen.

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