Wikifolio Zertifikate: Social Networking hat eigene Handelsstrategien

November 27th, 2015 by rubenw in Aktien, Allgemein, Börse

Heutzutage ist alles „social“?!

wikifolio-geldanlageNahezu grenzenlos sind die Möglichkeiten, die das World Wide Web bietet: eine schier unendliche Vernetzung, ein neuer Job, ein neues Hobby, einen neuen Partner finden – heutzutage ist einfach alles „social“ im „Social Network“. Es finden sich generell sehr viele Bereiche in denen eine totale Vernetzung naheliegend ist und zudem auch noch einen Sinn macht. Natürlich gibt es aber auch Gebiete in denen eine Vernetzung weniger Sinn macht – besonders für diejenigen, die sich nicht als „Digital Native“ bezeichnen, kann mancher Austausch im Netz sehr überraschend sein.

Die sozialen Netzwerke sind jedoch nicht nur für den privaten Austausch von großem Interesse. Auch Tradern und diejenigen, die nach alternativen Geldanlagen suchen, bieten sie in spezialisierter Form eine Plattform zum Austausch. Die Rede ist von so genannten Social – Trading – Netzwerken.

Wie genau funktioniert Social Trading?

Die am häufigsten bekannten Netzwerke widmen sich in erster Linie dem privaten Austausch unter den Usern. Das private Amüsement steht hier an erster Stelle.
Im Gegensatz dazu haben sich die Social-Trading-Plattformen ausschließlich dem Handel verschrieben. Interaktivität bedeutet hier, dass sich Themen rund um verschiedene Geldanlagemöglichkeiten, in Bezug auf Wissen und Strategien, austauschen lassen. Sie können in diesem Fall selbst Motivator aber auch Einflussfaktor für Ihr eigenes Handeln werden.

Nutzer der Social Trading Plattformen können hier sowohl eigene Anlagestrategien ausarbeiten und veröffentlichen, als auch den strategischen Plänen der anderen Nutzer folgen.
Steigt man richtig ein und legt Geld an, handelt man ganz aktiv mit allen eventuellen Konsequenzen. Die derzeit führenden Anbieter auf dem deutschen Markt sind wikifolio.com, ayondo sowie eToro.

Was ist das Besondere an wikifolio?

Die Plattform Wikifolio funktioniert prinzipiell genau wie andere Social-Trading-Plattformen. Der Unterschied ist lediglich, dass hier eine erfolgreiche Strategie zu einem handelbaren Zertifikat gemacht wurde.
Bei dem Wikifolio handelt es sich um eine Handelsidee, die von einem Trader veröffentlicht wird. Bekommt diese Idee auf wikifolio.com genügend Befürworter, wird sie gleichermaßen zu einem wikifolio-Zertifikat mit ISIN.
Entscheidend für die erfolgreiche Transformation der Handelsidee zum Wertpapier sind die Befürworter der Plattform wikifolio.com. Ein wikifolio wird investierbar, indem er von einem Trader publiziert wird, 10 Interessenten findet sowie mindestens 21 Tage lang besteht.

Das wikifolio-Zertfikat wird herausgegeben von der Düsseldorfer Bank Lang & Schwarz. Das Unternehmen emittiert die wikifolios von Tradern, ist zuständig für das Handelsgeschäft und ist neben der Börse Stuttgart die Handelsplattform, über die Interessierte wikifolios kaufen und verkaufen können.
Private Anleger dürften die wikifolios aufgrund ihrer enormen Bandbreite äußerst interessant finden: Es gibt derzeit fast 3.415 wikifolios (Stand September 2015) mit zum Teil vielsagenden Namen. Unter ihnen beispielsweise „Goldesel-Trading“, „Digitale Revolution“ und „Megatrend Jungsenioren“. Solche und weitere Namen geben Rückschluss auf Strategie bzw. thematische Ausrichtung und erinnern sehr an aktiv gemanagte Fonds. In diesem Fall allerdings agieren viele der publizierenden Trader unabhängig von Fondsgesellschaften, Versicherern oder Banken.

Die eigene Anlagestrategie veröffentlichen

Das Publizieren der eigenen Idee bildet einen weiteren Unterschied, welchem in diesem Fall dem Social-Media-Gedanken zu verdanken ist.
Der Weg zur eigenen Anlagenstrategie ist einfach: Sie registrieren sich bei wikifolio.com, legen den Titel des wikifolios fest, erläutern die Handelsidee sowie auch das Anlagenuniversum und starten anschließend mit dem Traden.
Sie verdienen an der Erfolgsprämie sobald Ihr wikifolio investierbar ist. Der Anteil an der Performancegebühr, die Sie nun verdienen können, richtet sich nach den Summen, die die Anleger in das wikifolio investiert haben.

Fazit

Diese alternative Möglichkeit Geld anzulegen ist sehr interessant, jedoch auch nicht ganz ohne Risiken . Social Trading sowie auch wikiolios sind eine willkommene Alternative zu den traditionellen Anlageformen. Besonders die wikifolios haben einen gewissen Reiz. Dennoch sollte man auch bei ihnen die allgemeinen Regeln des Tradings beachten:

    • Seien Sie sich von Anfang an bewusst, dass der Erfolg hierbei in der Vergangenheit liegt. Es ist nicht garantiert, dass die Performance wiederholt wird.
    • Informieren Sie sich von Anfang an über die Risiken der wikifolios sowie der einzelnen Positionen.
    • Auch Verluste können bei dieser Anlagenform entstehen. Beispielsweise aufgrund von Kursschwankungen der Zertifikate.
    • wikifolio.com steht jedem offen. Voraussetzungen wie beispielsweise Erfahrungen im Handel mit Wertpapieren oder auch spezielle Trainings sind nicht notwendig um ein wikifolio zu publizieren.

Unser Tipp: Die Kosten für die Käufe und Verkäufe von Wikifolio Zertifikaten richtet sich unter anderem nach den Gebühren des Brokers. Mit unserem Depot Rechner können Sie schnell und einfach den besten Anbieter für sich finden.

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