ETF Fonds

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Exchange Traded Funds – kurz ETF – sind indexnachbildende Investmentfonds, welche laufend an einer Börse (im Englischen Exchange genannt) gehandelt werden können. Es findet also kein Handel direkt mit der Fondsgesellschaft statt, was sonst eigentlich üblich ist. Die Kurse von Exchange Traded Funds werden fortlaufend aktualisiert, so dass sie immer zum aktuellen Börsenpreis handelbar sind.

Die Fondsgesellschaft kann auf den Ertrag aus einem Ausgabeaufschlag verzichten, da sie computergestützt den jeweiligen Index jederzeit nachbildet und keine hochbezahlten Fondsmanager damit beauftragen muss. Daher zahlt der Anleger auch keinen Ausgabeaufschlag (Agio), sondern die üblichen Transaktionsgebühren der Bank, über die er an der Börse ETFs kauft.

Es lassen sich zwei Arten unterschieden:
– Die sog. „passiv gemanagte Aktienfonds“, welche auch als „Indexfonds“ bezeichnet werden.
– Die sog. „aktiv gemanagte Exchange Traded Funds“.

Besondere viele ETFs werden an der Stuttgarter Börse gehandelt (derzeit über 900 Stück, davon meist passive gemanagte Fonds)

Passiv gemanagte ETFs

Dieser entspricht grundsätzlich einem Indexfonds (Details siehe hier). Bei der Auflegung eines derartigen Fonds wird das Fondsvermögens analog zu dem zugrunde liegenden Index investiert. Sodann erfolgt keine weitere Anlageentscheidung. Lediglich Kapital, welches durch den Verkauf neuer Fondsanteile zufliest, wird wieder entsprechend angelegt. Weiterhin erfolgt eine Umschichtung, sofern sich die Gewichtung der Bestandteile (meist Aktien) des zugrundeliegenden Indexes ändert (Beispiels siehe hier). Daher fallen für passiv gemanagte Fonds keine großen Verwaltungsaufwendungen an.

Aktiv gemanagte ETFs

Aktiv verwaltete ETFs sind eher unüblich. Bei einem aktiv gemanagte Fonds versuchen qualifizierte Fondsmanager zwar auch, einen oder mehrere Indizes nachzubilden. Allerdings ist dies keine 1:1 Nachbildung, die sich automatisch einer Veränderung der Gewichtung (Beispiel siehe unter „Indexfonds„) anpassen muss. Vielmehr wird die Gewichtung je nach Marktlage aktiv von den Fondsmanagern festgelegt.

Hintergrund ist die Idee, durch ein gezieltes Abweichungen von der „originalen“ Gewichtung des Index eine höhere Performance als der Index selbst zu erreichen, als – wie man sagt – „den Index zu schlagen“. Hierzu sind natürlich Informationen aus dem Bereich Aktien-Research erforderlich.

Besonders vorteilhaft ist ein aktiv gemanagter Index in Zeiten von allgemein fallender Aktienkurse. In dieser Situation versucht das Fondsmanagement durch die absichtliche Unter- oder Übergewichtung einzelner Werte aus dem Index einen geringeren Kursverlust als der Gesamtindex zu erreichen.

Welche Vorteile weisen ETFs auf?

Dass Indexfonds in den vergangenen Jahren – insbesondere im Vergleich zu klassischen Investmentfonds – deutlich an Beliebtheit gewonnen haben, hat durchaus gute Gründe. Es gibt nämlich diverse Vorteile, durch die sich ETFs im direkten Vergleich mit aktiv gemanagten Fonds auszeichnen können. In der Übersicht handelt es sich dabei um die folgenden Vorteile, die wir anschließend noch etwas näher erläutern möchten:

  • Geringere Kosten
  • Oftmals bessere Performance
  • Mehr Transparenz durch Börsenhandel
  • Breite Streuung

Der wohl größte Vorteil der ETFs im Vergleich mit aktiv gemanagten Fonds besteht in den weitaus meisten Fällen darin, dass die Kostenquote bei ETFs wesentlich geringer ist. In der Regel bewegen sich die Gebühren für den Anleger bei Indexfonds lediglich zwischen 0,3 und 0,6 Prozent. Für aktiv gemanagte Fonds fallen hingegen oftmals zum Teil sogar deutlich höhere Kosten an, die sich nicht selten zwischen 1,2 und mehr als zwei Prozent im Jahr bewegen können. Dies trifft insbesondere auf solche Fonds zu, die mit einem Ausgabeaufschlag versehen sind. Hinzu kommt oftmals eine nicht geringe Managementgebühr sowie eine Verwaltungsgebühr. Die höheren Gesamtkosten wirken sich beim aktiv gemanagten Fonds natürlich automatisch negativ auf die Gesamtrendite aus, die der Fonds und somit auch der Anleger erzielen können. Im Bereich der Kosten hat der Indexfonds also im Allgemeinen deutliche Vorteile gegenüber den Aktivfonds.

In den letzten Jahren haben Untersuchungen immer wieder festgestellt, dass Indexfonds im Vergleich zu aktiv gemanagten Fonds nicht nur häufig eine bessere Rendite erzielen, sondern sogar rein von der Wertentwicklung betrachtet auch eine bessere Performance verbuchen können. Dies trifft auf schätzungsweise 70 bis 80 Prozent aller Vergleiche zwischen Indexfonds und aktiv gemanagten Fonds zu. Die Aktivfonds schaffen es in vielen Fällen also nicht, den Marktdurchschnitt und somit die Indexfonds von der Performance her zuschlagen. Dabei wäre eigentlich gerade das die Aufgabe eines aktiv gemanagten Fonds, denn schließlich bezahlt der Anleger eine nicht unerhebliche Managementgebühr für die Fähigkeiten und das aktive Fonds-Management. Trotzdem schneiden zahlreiche ETFs in der Performance besser als aktiv gemanagte Fonds ab, sodass von dieser Warte aus betrachtet noch einmal ein positiver Einfluss auf die Gesamtrendite festzustellen ist.

Sehr hohe Transparenz und breite Risikostreuung

Bei aktiv gemanagten Fonds fragen sich viele Anleger, wie eigentlich der Preis zustande kommt. In aller Regel wird der Fondspreis von der Fondsgesellschaft selbst einmal pro Tag festgestellt und ist somit für viele Anleger und Sparer nicht unbedingt transparent und gut nachvollziehbar. Zwar erfolgt die Berechnung auf einem bekannten Schema, indem das gesamte Vermögen durch die Anzahl der ausgegebenen Fondsanteile dividiert wird. Dennoch ist die Preisfeststellung über die Börse, wie es bei ETF-Fonds der Fall ist, für zahlreiche Anleger schlichtweg transparenter. Hier sind es nämlich in erster Linie Angebot und Nachfrage, auf denen der festgestellte Preis begründet ist.

Die hohe Diversifizierung ist ein weiterer Vorteil, durch die sich ETFs auszeichnen können. Diese wird schon allein deshalb erreicht, weil Indexfonds eben einen bestimmten Index nachbilden und damit in der Regel mindestens 30, manchmal sogar 100 unterschiedliche Aktienwerte im Portfolio haben. Wenn Sie sich beispielsweise einen Indexfonds mit dem Basiswert DAX als Index betrachten, sind dort 30 deutsche Standardaktien vertreten, die auch im DAX notiert werden. Bei aktiv gemanagten Fonds können im Portfolio zwar auch 30 oder mehr Aktien vertreten sein, aber hier kommt es wieder auf die Auswahl des Fondsmanagers an, welchen Diversifizierungsgrad der Fonds tatsächlich erreicht.

Weitere Informationen zu Investmentfonds:

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