Tages- und Festgeld bei ausländischen Banken anlegen

Zinsen im Ausland

Zinsen im Ausland

In Zeiten sinkender Zinsen sind viele Anleger auf der Suche nach Angeboten zum Tages- und Festgeld mit rentabler Verzinsung. Wer die Angebote in Deutschland bereits studiert hat und nicht den gewünschten Tagesgeldzins oder Festgeldzins gefunden hat, sollte eine Geldanlage bei einer Bank mit Sitz außerhalb Deutschlands in Betracht ziehen. Viele Finanzinstitute mit Sitz im europäischen Ausland bieten derzeit attraktive Verzinsungen für Tages- und Festgelder.

Warum sinken die Zinsen auf das Tages- und Festgeld in Deutschland?

Viele Anbieter von Tages- und Festgeld in Deutschland senken derzeit ihre Zinsen. Sie passen ihre Finanzprodukte damit an den EZB-Leitzins an, der sich auf einem historischen Tief von 0,05 Prozent befindet. Sinn und Zweck der niedrigen Leitzinsen und weiteren Maßnahmen der EZB ist eine Steigerung der Kreditvergabe und damit eine Ankurbelung der Wirtschaft der Eurozone. Auf geparkte Gelder zahlen Banken mittlerweile sogar einen Strafzins. Durch diese Maßnahmen ist auf dem deutschen Markt gerade viel günstiges Geld in Umlauf, das zu dem günstigen EZB-Zins von den Banken herangezogen werden kann. Damit sind die Institute derzeit kaum auf die Einlagen von Sparern als Tagesgeld oder im Festgeld angewiesen.



Strafzinsen auf hohe Einlagen von Privatanlegern sind bereits Realität

Der Vermögensverwalter der Deutschen Bank verursachte vor einer Woche eine große Aufregung, als er in einem Interview für die Zukunft sogenannte Strafzinsen auch für private Spareinlagen zur Diskussion stellte. Die Deutsche Skatbank ist bereits einen Schritt weiter. Sie belegt hohe Einlagen seit wenigen Tagen mit einem Strafzins von 0,25 Prozent. Anleger sind daher gut beraten, auf ausländische Angebote im Bereich der Geldanlagen zurückzugreifen. Hier gibt es noch attraktive Zinsen auf das Tages- oder Festgeld.

Die jeweils geltende Einlagensicherungsgrenze für Anlagen im Ausland beachten

Einlagensicherungsgrenzen

Einlagensicherungsgrenzen

Dreh- und Angelpunkt der sicheren Geldanlage im Ausland ist die jeweils dort geltende Einlagensicherung. Bei der Anlage in Euro von Termingeld bei einer europäischen Bank, gelten in den meisten Fällen 100.000 Euro pro Kunde als abgesichert. Bei einer Geldanlage in einer Fremdwährung wird umgerechnet, fast immer aber liegt die Einlagensicherung bei etwa 100.000 Euro. Damit die Einlagen aber auch wirklich sicher sind, reicht es nicht, nur die Einlagensicherung zu betrachten, sondern auch den Sitz der Bank. Die Länder haben jeweils Ratings, die bewerten, wie finanzstark ein Staat aufgestellt ist. Nur bei mittleren bis guten Werten kann man von einer sicheren Anlage ausgehen, da im Fall einer Insolvenz eines ausländischen Bankhauses der jeweilige Staat einspringt.

Die meisten Sparer haben jedoch Werte unterhalb dieser üblichen Sicherungsgrenze anzulegen und brauchen sich daher um die Sicherheit ihrer Einlagen kaum Gedanken machen. Finanzexperten empfehlen vermögenden Anlegern sowieso grundsätzlich, nicht mehr als 100.000 Euro bei einer Bank anzulegen. Wer sein Geld auf mehrere Banken verteilt, minimiert gleichzeitig auch das Risiko.

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