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Factoring

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Das Factoring ist eine Finanzierungsvariante, die weniger von privaten Kreditsuchenden genutzt wird, sondern vor allem von Selbstständigen und Unternehmen. Es handelt sich dabei nicht etwa um einen Bankkredit, sondern stattdessen verkauft der Kreditsuchende beim Factoring seine Forderungen, die er im Bestand hat. In der Regel handelt es sich dabei um kurzfristige Forderungen, die aus der Lieferung von Waren oder Dienstleistungen stammen. Angekauft werden die Forderungen von einer sogenannten Factoring-Gesellschaft. Oft handelt es sich dabei um Tochtergesellschaften von Kreditinstituten. Beim Factoring gibt es stets zwei Parteien, nämlich zum einen den Factoringnehmer (Kunde) und zum anderen den Factoringgeber (Factoring-Gesellschaft).

Das Factoring funktioniert so, dass zunächst zwischen den zwei Parteien ein Factoring-Vertrag abgeschlossen wird. Dort kann zum Beispiel vereinbart werden, bis zu welchem Betrag der Factoringgeber die Forderungen ankauft oder dass der Ankauf ohne Limit stattfindet. Darüber hinaus wird meistens auch der Leistungsumfang fixiert. Manche Factoring-Gesellschaften bieten ausschließlich den Ankauf der Forderungen an, während andere Factoring-Gesellschaften ein sogenanntes Full-Service-Factoring im Angebot haben. Dies beinhaltet dann zusätzlich noch das gesamte Debitorenmanagement, welche das Factoring-Unternehmen für den Kunden übernimmt. Factoring-Gesellschaften arbeiten allerdings keineswegs mit allen Interessenten zusammen, sondern es müssen normalerweise einige Voraussetzungen seitens des Factoringnehmers erfüllt werden.

Dazu gehört zum Beispiel, dass der Kunde in der Sparte Handel oder Produktion tätig ist, ein bestimmter Jahresumsatz als Minimum generiert wird und ein bestimmtes regelmäßiges Volumen an zu verkaufenden Forderungen erreicht wird. Zudem sollten die Forderungen ein bestimmtes Zahlungsziel haben, welches in der Regel zwischen 30 und 90 Tagen liegt. Der große Vorteil für den Factoringnehmer besteht beim Factoring darin, dass er zum einen sofort Liquidität erhält, statt vielleicht noch Wochen auf den Zahlungseingang warten zu müssen. Auf der anderen Seite gibt der Verkäufer der Forderung auch das Risiko an die Factoring-Gesellschaft ab, dass die Rechnung nicht bezahlt wird. Daher ist das Factoring auch stets mit einer Gebühr in der Form verbunden, als dass der Factoringgeber einen bestimmten Prozentsatz des Rechnungsbetrages behalten darf.

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