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Aktien kaufen

So einfach können Sie Aktien kaufen

Zwar gelten die Deutschen sicherlich nach wie vor nicht als Aktienbegeisterte, aber dennoch finden insbesondere in der Niedrigzinsphase immer mehr Anleger den Weg zu diesen Wertpapieren. Bekanntlich werden Aktien von Aktiengesellschaften ausgegeben und in der Regel an der Börse gehandelt. Dies muss allerdings nicht zwangsläufig der Fall sein, denn keine AG ist dazu verpflichtet, ihre Anteile über die Börse zum Kauf anzubieten. Wir möchten Sie in diesem folgenden Beitrag darüber informieren, was Sie zum Thema Aktien kaufen wissen sollten und worauf zu achten ist.

Hintergrund: Was sind Aktien eigentlich?

Aktien ist den meisten Bundesbürgern sicherlich ein Begriff, aber insbesondere junge Erwachsene oder auch Personen, die sich bisher nicht näher mit dem Thema Geldanlage und Börse beschäftigt haben, möchten oftmals etwas genauer wissen, worum es sich bei diesen Wertpapieren eigentlich handelt. Zunächst einmal sind Aktien Anteile, die einen bestimmten Bruchteil des Grundkapitals einer Aktiengesellschaft verbriefen. Mittlerweile gibt es allerdings auch sogenannte nennwertlose Aktien, bei denen die Berechnung etwas komplexer ist. Für Sie als Anleger ist dies allerdings ohnehin zweitrangig, denn wichtig ist vor allem, dass Sie mit dem Kauf der Aktien gleichzeitig Miteigentümer an der Aktiengesellschaft werden.

Dies klingt allerdings im positiven Sinne dramatischer als es ist, denn natürlich werden Sie für gewöhnlich eine so geringe Anzahl an Aktien halten, dass Ihre Stimmrechte, die Sie auf der jährlich stattfindenden Hauptversammlung ausüben können, keine nennenswerte Gewichtung haben. Trotzdem erhalten Sie eben mit dem Kauf der Wertpapiere als Aktionär auch das Recht, zum einen an der Hauptversammlung teilnehmen zu dürfen und zum anderen dort auch Ihr Stimmrecht ausüben zu können. Schüttet die AG eine Dividende aus, haben Sie ferner das Recht, diese gemäß der Anzahl Ihrer Aktien, die sich im Depot finden, zu erhalten.

Rechtlich betrachtet handelt es sich bei Aktien um Wertpapiere. Als Aktionär haben Sie gegenüber der Aktiengesellschaft allerdings keinen Gläubigeranspruch, da Sie Miteigentümer sind. Aktien lassen sich in unterschiedliche Gruppen einteilen, beispielsweise danach unterteilt, wie diese übertragen werden. Nach Art der Übertragung gibt es die folgenden drei Aktienarten:

  • Inhaberaktien
  • Namensaktien
  • Vinkulierte Namensaktien

Für die Praxis ist diese Unterscheidung allerdings ebenfalls nicht besonders relevant, sondern nur dann, falls Sie tatsächlich an der Hauptversammlung teilnehmen möchten und Wert darauf legen, deshalb im Aktienregister eingetragen zu sein.

Aktien kaufen an der Börse: der übliche Weg

Falls Sie sich entschieden haben, Aktien zu kaufen, ist der Erwerb an der Börse nach wie vor der übliche Weg. In diesem Fall erteilen Sie Ihrer Bank oder Ihrem Broker den Auftrag, eine bestimmte Anzahl eines von Ihnen genannten Wertpapiers an der Börse zu erwerben. Der Kauf der Aktien wird immer dann zustande kommen, wenn sich ein Gegenpart findet, also in diesem Fall ein Verkäufer, der die Aktien zu einem für Sie passenden Kurs veräußern möchte. Um Aktien also an der Börse kaufen zu können, benötigen Sie auf jeden Fall ein Wertpapierdepot. Dieses wird heutzutage von den folgenden drei Gruppen von Finanzdienstleistern angeboten:

Besonders günstig sind die Online-Broker, denn hier zahlen Sie für den Kauf einer Aktie an der Börse oftmals nur zwischen fünf und zehn Euro pro Order. Ohnehin sollten Sie vor der Depoteröffnung die Angebote der Banken und Broker unbedingt miteinander vergleichen und dabei vor allem auf die Ordergebühr achten. Der Aktienkauf an der Börse ist nämlich immer mit Kosten verbunden, wobei oftmals neben den zuvor genannten Ordergebühren auch noch Börsengebühren anfallen. Diese sind allerdings nicht besonders hoch, sodass Sie bei den günstigsten Anbietern tatsächlich mit einem Orderpreis von insgesamt zwischen fünf bis zehn Euro rechnen können.

Der außerbörsliche Handel als mögliche Alternative

Heutzutage können Sie Aktien nicht nur an der Börse kaufen, sondern die meisten Banken und Brokern bieten alternativ den außerbörslichen Handel an. Dieser wird in der Fachsprache oftmals auch als OTC-Handel oder Direkthandel bezeichnet. In diesem Fall nimmt Ihre Order nicht den Weg an die Börse, sondern stattdessen handeln die Banken bzw. Broker untereinander, nämlich in der Form, als dass Kunden Aufträge direkt gegeneinander werden. Ein Vorteil des Direkthandels ist, dass Sie beim Absenden des Auftrages bereits genau wissen, welchen Preis Sie zahlen müssen (Kauf) oder erhalten (Verkauf).

Bei der Börse ist dies nicht so, denn dort können Sie zwar ein Kurslimit angeben, wissen aber natürlich trotzdem noch nicht, zu welchem Preis die Order tatsächlich ausgeführt wird. Darüber hinaus sparen Sie beim Direkthandel die Börsengebühren, sodass die Order oftmals etwas günstiger als eine Börsenorder ist. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass der außerbörsliche Handel in den letzten zehn Jahren immer öfter von den Banken und Brokern angeboten wurde, da er bei einer wachsenden Anzahl von Anlegern beliebt ist.

Aktien kaufen: welche Aktientitel stellen stehen zur Auswahl?

Falls Sie das erste Mal Aktien kaufen möchten, werden Sie sich vermutlich fragen, wie Sie überhaupt das richtige Wertpapier aus den vielen Tausend Aktien finden sollen, das am besten für Ihre Ziele geeignet ist. Tatsächlich ist es nicht einfach, aus mittlerweile mehr als 5.000 Aktien, die weltweit an den Börsen gehandelt werden, die passenden Aktienwerte herauszufiltern. Eine Möglichkeit besteht darin, dass Sie die Wertpapiere zunächst nach bestimmten Kriterien selektieren, wie zum Beispiel:

  • Land / Region
  • Branche
  • Standard- oder Nebenwerte

Diese Selektion macht durchaus Sinn, denn so können Sie den Kreis der infrage kommenden Wertpapiere bereits deutlich einschränken. Im zweiten Schritt kann es hilfreich sein, sich einmal näher mit dem Thema Fundamental- und Chartanalyse zu beschäftigen. In diesem Fall analysieren Sie nämlich einzelne Wertpapiere, beispielsweise anhand verschiedener Kennzahlen bei der Fundamentalanalyse oder auch im Hinblick auf die mögliche Kursentwicklung, indem Sie sich im Rahmen der Chartanalyse die historischen Kursverläufe des Wertpapiers genauer betrachten. Für Anleger, die insbesondere möglichst sicher und langfristig in Aktienwerte investieren möchten, sind sicherlich vor allem die sogenannten Standardwerte gut geeignet. Es handelt sich dabei um die Aktien mit hoher Marktkapitalisierung, wie zum Beispiel um die DAX-Aktien. Nebenwerte sind in Sachen Kurspotenzial häufig noch etwas interessanter, bergen aber auch das höhere Risiko.

Aktien kaufen: Was muss die Order enthalten?

Kommen wir nun zu einem sehr praktischen Teil, falls Sie sich dafür entschieden haben, Aktien zu kaufen. Wie bereits erwähnt, benötigen Sie dazu im Grunde nur ein Wertpapierdepot, welches Sie bei Ihrer Bank vor Ort, einer Direktbank oder einem Online-Broker eröffnen lassen können. Ferner müssen Sie selbstverständlich Kapital auf dem Verrechnungskonto zum Depot haben, denn dieses wird beim Aktienkauf belastet. Sind diese zwei Grundvoraussetzungen geschaffen, können Sie im Grunde bereits die erste Order an die Börse geben oder durch den direkten Handel Aktien kaufen.

Unabhängig davon, ob die Order an die Börse weitergeleitet wird oder im OTC-Handel ausgeführt werden soll, sind es insbesondere die folgenden Pflichtangaben, die Sie auf jeden Fall machen müssen:

  • Name der Aktie
  • Wertpapierkennnummer (WKN) bzw. ISIN
  • Anzahl der Aktien (Stückzahl)
  • Börsenplatz (bei Handel an der Börse)
  • Auftrag gültig bis
  • Optional: Kurslimit

Insbesondere dann, wenn Sie sich für eine Direktbank oder einen Online-Broker entscheiden, über den Sie Aktien handeln möchten, ist die Auftragsmaske im jeweiligen Handelssystem nahezu selbsterklärend. Ohne, dass die Pflichtfelder ausgefüllt sind, können Sie die Order normalerweise ohnehin nicht aufgeben. Besonders bei der Stückzahl sollten Sie genau hinsehen, denn hier kann beispielsweise ein verschobenes Komma zu unangenehmen Überraschungen führen. Beim Handel über die Börse ist es zudem – insbesondere Nebenwerten – ratsam, ein Kurslimit vorzugeben. So vermeiden Sie, dass Sie zum Beispiel deutlich mehr Geld für die Aktie zahlen müssen, als Sie sich eigentlich vorgenommen hatten.

Aktien kaufen altmodisch: Gibt es noch effektive Stücke?

Seit mindestens 20 Jahren ist für die meisten Anleger normal, dass Aktien lediglich im Depot verbucht werden, ohne dass Sie als Anleger die Wertpapiere zu Gesicht bekommen würden. Die sogenannten effektiven Stücke, also Aktien in Papierform, sind eine echte Rarität geworden. Heutzutage werden effektive Stücke im Grunde nicht mehr gehandelt, aber es gibt mitunter die Möglichkeit, dass Sie sich einzelne Aktien noch in Papierform ausliefern lassen.

Dabei geht es allerdings vielmehr um eine Art Sammelleidenschaft als um eine Kapitalanlage, denn dazu sind effektive Stücke einfach viel zu impraktikabel und auch teuer in der Verwahrung und Ausstellung geworden. Wenn Sie altmodisch in Aktien investieren möchten, bleiben Ihnen also im Grunde nur solche Sammleraktien, denn die heutzutage gewöhnlichen Aktien werden für die sogenannte Girosammelverwahrung ausschließlich papierlos und somit in gewisser Weise in virtueller Form gehandelt und auf dem Wertpapierdepot online verbucht.

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