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Pfandbriefe

Bei einem Pfandbrief handelt es sich um ein bestimmtes Rentenpapier, welches im Gegensatz zu den meisten anderen Anleihen eine spezielle Form der Besicherung haben muss. Emittiert werden diese Wertpapiere meistens entweder von einer sogenannten Pfandbriefbank oder alternativ von einer Hypothekenbank. Die Deckung der Pfandbriefe erfolgt fast immer entweder durch Immobilien oder alternativ durch Grundstücke. Neben Hypothekenbanken und Schiffsbanken gibt es insbesondere öffentlich-rechtliche Institutionen, die dazu befugt sind, Pfandbriefe auszugeben. Die meisten dieser Wertpapiere können an der Börse gehandelt werden.

Pfandbriefe mit langer Tradition

Pfandbriefe haben eine sehr lange Tradition, denn sie werden mittlerweile seit über 600 Jahren in Deutschland genutzt. In den Anfängen waren es insbesondere Städte und auch vermögende Privatperson, die mittels dieser speziellen Anleihen sowohl ihr Vermögen als auch Einkommen verpfändeten, um im Gegenzug dafür von einer anderen Stelle, meistens einer Bank oder vermögenden Privatpersonen, Geld zu erhalten. Insbesondere seit Mitte des 19. Jahrhunderts traten immer mehr Banken am Markt auf, die das Geschäft mit den Pfandbriefen übernahmen. Seit dem Jahre 1900 basiert das gesamte Wesen der Pfandbriefe auf dem sogenannten Hypothekenbanken-Gesetz, in dem einige wichtige Regelungen enthalten sind.

In welche Varianten lassen sich die Pfandbriefe einteilen?

Am Markt gibt es zahlreiche Pfandbriefe, die sich teilweise von ihrer Struktur her voneinander unterscheiden und auch darin, um welche Varianten es sich im Detail handelt. So gibt es beispielsweise private und öffentliche Pfandbriefe. Zudem können diese speziellen Wertpapiere in verschiedenen Formen emittiert werden, nämlich als Inhaber-, Order- oder Namensschuldverschreibungen. Zu den klassischen Varianten zählen insbesondere:

  • Hypothekenpfandbriefe
  • Flugzeugpfandbriefe
  • Schiffspfandbriefe
  • Öffentliche Pfandbriefe

Grundsätzlich handelt es sich um Anleihen, die daher auf den jeweiligen Bedingungen unterliegen und aus Sicht des Emittenten natürlich Verbindlichkeiten sind. Allerdings handelt es sich beim Pfandbrief um eine geschützte Bezeichnung, sodass wirklich nur spezielle Kreditinstitute dazu befugt sind, diese Wertpapiere überhaupt auszugeben. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, dass es sich bei den Pfandbriefen unbedingt um gedeckte Schuldverschreibungen handeln muss. Meistens steht hinter den Wertpapieren demzufolge ein Immobilien- oder Grundstückseigentum, sodass die Rentenpapiere im Allgemeinen als besonders sicher gelten. Trotzdem kann es grundsätzlich auch bei einem Pfandbrief passieren, dass der Emittent insolvent wird. Dann ist selbst bei einer Besicherung nicht immer gewährleistet, dass die Gläubiger zu 100 Prozent befriedigt werden. So kann es beispielsweise passieren, dass die als Sicherheit dienende Immobilie oder die Grundstücke selbst an Wert verloren haben, sodass nicht der volle Kapitalbetrag zurückgezahlt werden kann.

Welche Rendite verbriefen Pfandbriefe?

Die Tatsache, dass Pfandbriefe besonders sicher sind, ist für den Anleger ein Vorteil. Dies führt allerdings auf der anderen Seite auch dazu, dass die Rendite bei diesen speziellen Wertpapieren oftmals nicht besonders hoch ist, insbesondere im Vergleich mit anderen Anleihen. Regelmäßig werden die Wertpapiere von den Rating-Agenturen mit den Bestnoten ausgestattet, was insbesondere natürlich dann gilt, wenn sie von Emittenten mit einer hervorragenden Bonität ausgegeben werden. Trotzdem können die Anleihen insbesondere für sehr sicherheitsorientierte Anleger eine sehr gute Alternative darstellen.

Wo kann man Pfandbriefe erwerben?

Wie eingangs bereits erwähnt, werden Pfandbriefe in erster Linie von Hypothekenbanken emittiert. Daher handelt es sich mittlerweile häufig um Banken, die ausschließlich das Internet als Vertriebsweg gewählt haben. Oftmals können Sie als interessierter Anleger dort die Anleihen erwerben. Alternativ ist es allerdings ebenfalls häufig möglich, diese Rentenpapiere an der Börse zu kaufen. Dann müssen Sie allerdings darauf achten, dass der Kurs selten bei 100 Prozent liegen wird, denn auch hier greifen Angebot und Nachfrage.

Welche Risiken weisen die Wertpapiere auf?

Zwar gelten Pfandbriefe auf der einen Seite als sehr sicher, auf der anderen Seite kann es aber dennoch zu Risiken kommen. Grundsätzlich gibt es bei Anleihen vor allen Dingen die folgenden Risiken für den Anleger:

  • Kursrisiko
  • Emittentenrisiko
  • Zinsrisiko
  • Inflationsrisiko

Selbst bei Pfandbriefen, die bekanntlich gedeckt sind, ist das Emittentenrisiko nicht vollständig ausgeschaltet. Kurs- und Zinsänderungsrisiko bestehen hingegen nur dann, wenn der Zinssatz variabel ist und Sie das Wertpapier vor dessen eigentlicher Fälligkeit an der Börse wieder verkaufen möchten. Dann kann es natürlich passieren, dass der Kurs niedriger als 100 ist, was für Sie gleichbedeutend mit Kapitalverlusten wäre.

Die Funktionsweise der Pfandbriefbriefe vereinfacht erläutert

Verzinsliche Anleihen in Form der Pfandbriefe sind insbesondere für Neulinge am Kapitalmarkt oftmals zu Beginn relativ intransparent. Dazu trägt unter anderem bei, dass die Funktionsweise dieser Wertpapiere nicht ganz einfach ist. Daher möchten wir im Folgenden noch einmal leicht verständlich erklären, auf welchem Prinzip die Anleihen basieren.

Nehmen wir zu diesem Zweck an, dass es sich beim Emittenten der Pfandbriefe um eine Hypothekenbank handeln würde. Diese müsste zunächst einmal Pfandbriefe ausgeben, um so von den entsprechenden Anlegern Kapital einzusammeln. Anschließend wird dieses Kapital an interessierte Kreditnehmer verliehen, nämlich in Form von Immobilienkrediten. Diese Immobiliendarlehen müssen allerdings durch Grundschulden besichert sein, sodass indirekt auch jeder ausgegebene Pfandbrief mit dieser Sicherheit hinterlegt ist. Die jeweiligen Kreditnehmer zahlen dann natürlich in monatlichen Raten den beanspruchten Immobilienkredit zurück, sodass die Hypothekenbank dazu in der Lage ist, den Inhabern der Pfandbriefe einen Zins zu zahlen. Gleichzeitig fließt durch die Kreditnehmer natürlich auch in Teilen das aufgenommene Kapital zurück, sodass die Wertpapiere bei Fälligkeit seitens der Hypothekenbank ebenfalls komplett zurückgezahlt werden können.

Fazit zu Pfandbriefen

Diese speziellen Wertpapiere werden nahezu ausschließlich von Hypotheken- und Pfandbriefbanken ausgegeben. Es sind einige gesetzliche Voraussetzungen zu erfüllen, allerdings bemerken die interessierten Anleger davon nur in der Form etwas, als dass es sich um besonders sichere Wertpapiere handelt. Jede so ausgegebene Anleihe ist nämlich mit einem Hypothekendarlehen hinterlegt, welches wiederum in Form von Grundschulden besichert ist. Aufgrund der hohen Sicherheit verfügen diese speziellen Anleihen allerdings häufig über eine nicht besonders attraktive Verzinsung. Bestens geeignet sind sie daher vor allem für sicherheitsorientierte Anleger.

 

Beispiel für einen Mantel
Beispiel für den Mantel eines Hypotheken-Pfandbriefs

Bogen eines Hypothekenpfandbriefe
Beispiel für den Bogen eines Hypotheken-Pfandbriefs

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