Optionsscheine

Beispiel für einen Optionsschein

Ein Optionsschein ist ein Wertpapier, welches seinem Besitzer das Recht einräumt, ein bestimmtes  Wertpapier (sog. “Basiswert” oder “Underlying”) innerhalb einer gewissen Frist zu einem vorher bekannten Preis zu kaufen (Call-Optionsschein) oder zu verkaufen (Put-Optionsschein).

Wichtig dabei ist zu verstehen, dass dieses Recht vom Besitzer des Optionsschein nicht unbedingt ausgeübt werden muss, wenn es sich für diesen nicht lohnt. Der Besitzer verfügt also über eine Option, also die Möglichkeit zur Ausübung, aber eben nicht über eine Verpflichtung zur Ausübung. Der Vertragspartner hingegen (meist eine Bank) muss die Basiswerte liefern (bei einer Call-Option) bzw. ankaufen (bei einer Put-Option). Somit ist ein Optionsschein ein einseitig verpflichtendes Rechtsgeschäft. Der Handel findet an einer der deutschen Börsen statt, vor allem aber an der EUWAX in Stuttgart.

Warum sollte man Optionsscheine kaufen?

Natürlich kann ein Anleger den entsprechenden Basiswert (z.B. eine Daimler Aktie) auch direkt an der Börse kaufen, also ohne den “Umweg” eines Optionsscheins. In diesem Fall nimmt der Anleger im Verhältnis 1:1 an der negativen oder positiven Wertentwicklung der Aktie teil. Mit Hilfe der Hebelwirkung von Optionsscheinen kann man jedoch bei gleichen Kapitaleinsatz u.a. eine höhere Rendite erzielen, wie sich auf diesem Rechnenbeispiel für Call-Optionsscheine ergibt.

Welche Arten von Optionsscheinen gibt es?

Im Wesentlichen lassen sich unterscheiden:

  1. Im Bezug auf den zugrundeliegenden Basiswert (“Underlying”):
    Aktien-Optionsscheine
    Index-Optionsscheine
    Rohstoff-Optionsscheine
    Währungs-Optionsscheine
  2. Im Bezug auf die Art ihrer Funktionsweise: 
    - “Normale” Optionsscheine (engl. “Plain Vanilla” Warrants)
    - “Exotische” Optionsscheine (engl. “Exotic” Warrants)
  3. Im Bezug auf die Erwartungshaltung des Investors:
    Kauf-Optionsscheine (“Calls”)
    Verkauf-Optionsscheine (“Puts”)
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