Bundeswertpapiere

Bundeswertpapiere – sichere Anleihen der BRD für alle Laufzeiten

Bundeswertpapiere haben zwar in den vergangenen Jahren erheblich an Bedeutung verloren, was vor allem auf die niedrigen Kapitalmarktzinsen zurückzuführen ist. Einige Bundeswertpapiere, wie zum Beispiel die Bundesschatzbriefe, wurden sogar vor einigen Jahren eingestellt und werden nicht mehr aktiv angeboten. Dennoch ist es auf der anderen Seite keineswegs so, dass Bundeswertpapiere nicht mehr gefragt wären. Insbesondere sehr sicherheitsorientierte Anleger schätzen die Wertpapiere des Bundes, die im Prinzip für nahezu jede Laufzeit die passende Anlagelösung bieten.

Was zeichnet Bundeswertpapiere auch heute noch aus?

Der wohl größte Vorteil der Bundeswertpapiere besteht in der hohen Sicherheit. Unabhängig davon, um welches Wertpapier des Bundes es sich handelt, wird das Emittentenrisiko aktuell als äußerst gering bewertet. Im Prinzip erhält jedes Bundeswertpapier von den namhaften Rating-Agenturen die Bestnote, wie zum Beispiel das Triple-A (AAA). Die Tatsache, dass der Bund hinter jedem der ausgegebenen Bundeswertpapier als Emittent steht und somit dafür verantwortlich ist, dass Erträge fließen und das Kapital der Anleger zurückgezahlt wird, sorgt für eine hohe Sicherheit. Aber auch die Tatsache, dass es verschiedene Bundeswertpapiere gibt, die mit unterschiedlichen Laufzeiten ausgestattet sind, ist als Vorteil aufzuführen.



Nachdem – wie bereits angeführt – in der Vergangenheit einige Bundeswertpapiere nicht mehr emittiert werden, sind es aktuell insbesondere die folgenden Wertpapiere des Bundes, die nach wie vor ausgegeben werden und zum größeren Teil an der Börse handelbar sind:

  • Bundesanleihen
  • Bundesobligationen
  • Inflationsindexierte Bundeswertpapiere
  • Tagesanleihe
  • Bund-Länder-Anleihe

Zu den beliebtesten Bundeswertpapieren zählt nach wie vor die Bundesanleihe, die mit einer Laufzeit von zehn oder 30 Jahren versehen ist. Auf dieses Bundeswertpapier werden wir im Folgenden noch näher eingehen, genauso wie auf die anderen Wertpapiere des Bundes.

Geringe Zinsen aufgrund der niedrigen Kapitalmarktzinsen

Während die hohe Sicherheit der größte Pluspunkt der Bundeswertpapiere ist, haben die vom Bund emittierten Wertpapiere vor allen Dingen in den letzten drei Jahren deshalb an Bedeutung verloren, weil sie teilweise nur noch sehr geringe Zinsen verbriefen. Verantwortlich dafür ist natürlich die allgemeine Niedrigzinssituation am Kapitalmarkt, die vor allem auf den in den letzten Jahren immer weiter gesunkenen Leitzinssatz der EZB zurückzuführen ist. Bei manchen Bundeswertpapieren erhalten Anleger heutzutage nicht einmal mehr einen Ertrag von 0,4 Prozent, was immer mehr Anleger und Sparer darüber nachdenken lässt, sich für eine renditestärkere Alternative zu entscheiden.

Trotzdem können die Bundeswertpapiere nach wie vor insbesondere für sicherheitsorientierte Anleger eine gute Kapitalanlage darstellen, allerdings immer unter der Voraussetzung, dass kein größerer Wert auf die Rendite gelegt wird. Aus diesem Grund möchten wir die einzelnen Bundeswertpapiere im Folgenden etwas näher beschreiben und unterscheiden dabei, ob die Wertpapiere nur von Zeit zu Zeit oder als Daueremission herausgegeben werden:

Übersicht der verzinslichen Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland

Herausgegeben werden von Zeit zu Zeit folgende Wertpapiere:
 Unverzinsliche Schatzanweisungen („Bubills“ genannt)
 Bundesschatzanweisungen („Schätze“ genannt) 
 Bundesobligationen („Bobls“ genannt)
 Bundesanleihen („Bunds“ genannt) 

Als Daueremission werden daneben laufend herausgegeben: 
 Finanzierungsschätze
 Bundesschatzbriefe



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