Bundeswertpapiere

Eine besonders hohe Sicherheit bieten verzinsliche Anleihen der Bundesrepublik Deutschland, da hier die gesamten Steuereinnahmen letztlich für die Rückzahlung herangezogen werden könnten. Ein Konkurs des Schuldners ist daher ausgeschlossen. Dies äußert sich auch darin, dass die BRD als einer der letzten Staaten von allen Ratingagenturen mit dem bestmöglichen Rating bewertet wird. Das die Bundesrepublik der letzte Staat mit einer Bestbewertung ist, der ein sehr großes Volumen verschiedenster Anleihen emittiert hat dazu geführt, dass deutsche Anleihen als „Sicherer Hafen“ angesehen werden. Investoren „parken“ also das Geld in deutschen Anleihen, um hier keine Risiken einzugehen. Dafür nehmen sie sehr geringe und teilweise sogar negative Zinsen (v.a. in 2011-2012) in Kauf.

Die Bundesrepublik Deutschland muss sich, aufgrund des nach wie vor hohen Staatsdefizits, laufend mit neuem Kapital versorgen. Dies erhält sie über die Ausgabe verschiedener Schuldtitel: Für das Jahr 2013 ist die Ausgabe von Einmalemissionen im Wert von 250 Mrd. (!) Euro vorgesehen. Hinzu kommt die laufende Ausgabe von Bundesschatzbriefen und Finanzierungsschätzen.

Diese Anleihen werden von der Bundeswertpapierverwaltung angeboten und verwaltet.

Diese Schuldtitel dienen einerseits zur Finanzierung des Staatshaushalts und andererseits zur Beschaffung von Geld für die Rückzahlung inzwischen fällig gewordener Schulden aus den Vorjahren.

Übersicht der verzinslichen Wertpapiere der Bundesrepublik Deutschland

Herausgegeben werden von Zeit zu Zeit folgende Wertpapiere:
 Unverzinsliche Schatzanweisungen („Bubills“ genannt)
 Bundesschatzanweisungen („Schätze“ genannt) 
 Bundesobligationen („Bobls“ genannt)
 Bundesanleihen („Bunds“ genannt) 

Als Daueremission werden daneben laufend herausgegeben: 
 Finanzierungsschätze
 Bundesschatzbriefe



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