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Dispositionskredit

Mai 6th, 2019 by geldanlage_de in

Eine Kreditlinie auf dem Konto von Privatkunden wird im Allgemeinen als Dispositionskredit bezeichnet. Häufig wird auch von der Kurzform gesprochen, nämlich vom Dispokredit oder ganz kurz vom Dispo. Der Dispositionskredit fällt in die Gruppe der Kontokorrentkredite, die sich dadurch kennzeichnen, dass auf dem Girokonto seitens der Bank eine bestimmte Kreditlinie vereinbart wird. Beim Dispo beträgt dieser Kreditrahmen oftmals das dreifache monatliche Nettoeinkommen des Kunden. Die Einräumung der Kreditlinie setzt eine gute Bonität voraus, die wiederum dann besteht, wenn kein negativer Eintrag in der Schufa gespeichert ist und der Kunde zudem über ein regelmäßiges Einkommen verfügt.

Der Dispo ist kein klassischer Kredit, da normalerweise keine bestimmten Rückzahlungstermine vereinbart werden, wie es zum Beispiel beim Ratenkredit oder auch beim Immobilienkredit der Fall ist. Stattdessen kann der Kunde den Kreditrahmen so lange nutzen, bis die Bank diesen streicht oder verringert. Das geschieht beispielsweise dann, wenn der Kunde seinen Arbeitsplatz verliert oder ein negativer Schufa-Eintrag hinzukommt. Gedacht ist der Dispokredit als Liquiditätsreserve, also zur kurzfristigen Überbrückung von Liquiditätsengpässen. Dennoch nutzen viele Kunden den Dispo über Jahre hinweg, was nicht empfehlenswert ist. Der Grund sind die hohen Dispozinsen, vor allem im Vergleich zu den Zinsen, die Sie bei Ratenkrediten zahlen würden.

Die Zinsen für die Inanspruchnahme eines Dispokredites liegen nach wie vor, trotz der anhaltenden Niedrigzinsphase, bei durchschnittlich etwas mehr als 9,5 Prozent. Der einzige positive Aspekt besteht darin, dass die Zinsen nur auf den Betrag berechnet werden, den das Girokonto überzogen ist. Beim Ratenkredit hingegen zahlt der Kreditnehmer stets die Zinsen auf den vollen Darlehensbetrag, auch wenn bereits eine Tilgung erfolgt ist. Trotzdem ist der Dispositionskredit natürlich deutlich teurer als Alternativen wie der Ratenkredit oder auch ein Rahmen- bzw. Abrufkredit. Wer den Dispo nach und nach freiwillig zurückzahlen möchte, der kann mit der Bank einen sogenannten Kürzungskredit vereinbaren. Dabei wird der zugesagte Dispo Monat für Monat um einen bestimmten Betrag reduziert.

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