Kurs-Gewinn-Verhältnis (KGV)

Das viel zitierte Kurs-Gewinn-Verhältnis einer Aktien (kurz KGV genannt) ist ein wichtiger Indikator zur Preisbestimmung von Aktien. Das KGV gibt an, mit welchem Faktor des aktuellen oder zukünftigen Gewinnes eine Aktiengesellschaft derzeit bewertet ist. Je  niedriger der Wert bei einer Aktie ist, desto günstiger ist diese bewertet.

Ein übliches KGV liegt in Deutschland derzeit zwischen 5 – 24 (DAX 30) für die großen, börsennotierten Unternehmen. Im internationalen Vergleich gibt es durch Unternehmen wie z.B. Facebook oder Zooplus, die ein Kurs-Gewinn-Verhältnis von weit über 50 (bei Facebook ca. 1300) und mehr aufweisen. Solch hohe KGVs zahlen Investoren in der Erwartung, dass das Unternehmen seine Gewinne in Zukunft deutlich steigern kann.

 

Gewinn pro Aktie

Tendenziell ist das KGV bei den sog. Blue Chip Werten höher als bei anderen Aktien. Dies liegt in den leicht höheren Wachtumsaussichten kleiner Unternehmen begründet. Werte, die mit einem höheren KGV in Erwartung steigender Gewinne handeln, werden oft auch als „Growth“ – Titel Bezeichnet. Dies lässt bereits schließen, das Investoren für gute Wachstumsaussichten bereit sind einen Aufpreis zum eigentlich gerechtfertigten Wert zu zahlen.

 

Im Gegensatz hierzu werden Aktien von Unternehmen ohne große Gewinnsteigerungschancen als „Value“ bezeichnet. Diese Unternehmen zeichnen sich dafür oft durch eine sehr stabile Ertragslage und stetige Gewinne aus. Value-Aktien können aufgrund der Stetigkeit der Gewinne auch als die konservativere Aktiengattung angesehen werden.

Weitere wichtige Kennzahlen:

Weitere Informationen zum Thema „Aktienanalyse“:

Fundamentalanalyse:
Technische Analyse:
Geldanlage.de - Ihr Portal rund um das Thema Geldanlage, Kredite, Zinsen sowie Börse und Finanzmarkt